Flashmob leidet unter massivem Polizeieinsatz

In den letzten Tagen wurde auf vielen Wegen für einen Flashmob in Karlsruhe mobilisiert. Anlass war ein konkreter: mit einem Riesentruck und einem Panzer(!) “informierte die Bundeswehr über zivile und militärische Karrieremöglichkeiten bei der Truppe. Der Infotruck richtet sich speziell an SchülerInnen, um sie für die Bundeswehr zu begeistern.

Dagegen sollte sich der Flashmob richten.

Als ich kurz vor 17:00 Uhr, der geplanten Zeit, am Karlsruher Marktplatz ankam, war ich etwas überrascht. Überall auf dem Platz verteilt standen Polizisten. Nicht im netten braunen Hemdchen, sondern martialisch mit grüner Kampfhose, Springerstiefeln und einem schwarzen T-Shirt. Diese Polizisten kontrollierten überall auf dem Karlsruher Marktplatz vermutliche Teilnehmer des Flashmobs nahmen deren Personalien auf. Immer mindestens zu zweit. Das Ganze wirkte sehr einschüchternd schon auf mich – und die Wirkung auf einige mögliche Teilnehmer blieb natürlich nicht verborgen. Als ich versuchte, eine solche Szene zu fotografieren, wurde mir seitens der Polizei unmissverständlich klar gemacht, dass ich das lassen solle.  Was ich aus einiger Entfernung dann doch getan habe.

flashmob karlsruhe

Man sieht, wie die Polizisten gerade die Personalien der drei jungen Leute rechts daneben aufnehmen.

Mit einem weitern Mann kam ich dann in ein kurzes Gespräch. Er zeigte sich sehr eingeschüchtert und angesichts der Polizeipräsenz wollte er dann lieber nicht am Flashmob teilnehmen. Wie viele tatsächlich gegangen waren angesichts der Polizei, kann man natürlich nur erahnen – aber das waren sicher mehr wie eine/r.

Auch nach dem Flashmob ging es weiter mit Aufnahme der Personalien. Ich ging zum Einsatzleiter und wollte von ihm wissen, was denn der Anlass für eine solche Kontrolle wäre. Denn der §26 Polizeigesetz gibt das ja nicht her: Flashmobs sind gemeinhin eine Kunstaktion und nicht gewalttätig. Eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung  oder eine Störung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung war ja gerade angesichts der nur zweiminütigen Aktion nicht zu erwarten.

Nimm Kreide mit und komm am Dienstag, 30.Juni kurz vor 17 Uhr auf den
Marktplatz, um 17:00 Uhr läßt du dich laut oder leise, theatralisch oder
einfach so, auf den Boden fallen, und “stirbst”.
Unbeweglich bleibst du bis 17:02 Uhr liegen. Zu dieser Uhrzeit werden
die Glocken vom Rathaus anfangen zu läuten.
Der Beginn des Läutens ist für dich das Signal zum Aufstehen.
Mit der Kreide malst du anschließend (d)einen Körperumriß auf den Boden
und verschwindest im Getümmel..

Man gab mir keine Auskunft, verlangte statt dessen nach einem Wortwechsel von mir die Personalien. Da ich diese nicht einfach preisgab, wurde ich von zwei Polizisten rechts und links am Arm gepackt, zur Seite geführt, an die Rathauswand gestellt und musste die Handflächen gegen die Wand drücken. Man informierte mich, was man mit mir tun würde, sollte ich versuchen, Gewalt gegen die Polizisten anzuwenden. Wie gesagt, der Mob war vorbei. Ich lies meine Personalien feststellen, allerdings erst nach Durchsuchung meines Rucksacks. Danach erteilte man mir einen Platzverweis, der vom Ettlinger Tor bis zum Schloss reichen und bis 22:00 Uhr andauern sollte. Dagegen legte ich dann zusammen mit einem in der Szene bekannten Karlsruher Anwalt Beschwerde ein. Der Leiter der Polizeiaktion, ein Herr Zimmer, wollte diese Beschwerde nicht direkt bearbeiten und meinte, ich solle diese schriftlich einreichen. Damit musste ich den Platz verlassen, wollte ich nicht noch für die Nacht eingesperrt werden. Er änderte jedoch den Platzverweis auf das Marktplatzgebiet und die Zeit bis 19:00 Uhr – ohne Absprache mit seinem Kollegen.

Ich ging dann hinüber zur Friedensinitiative, gab dort noch ein kurzes Statement für einen lokalen Internet-TV-Sender ab und von dort aus ging ich nach Hause. Sowie der Bericht vorliegt, werde ich ihn hier verlinken.

Ich stelle fest, dass nach meinen Erfahrungen in Kehl hier erneut ein deutlicher Rechtsbruch durch die Polizei stattgefunden hat. Zu keinem Zeitpunkt gab es einen Anlass, um die öffentliche Sicherheit oder Ordnung besorgt zu sein. Trotzdem wurden massenweise Personalien aufgenomen, in meinem Fall unter Einsatz von polizeilicher Gewalt, unter Androhung von Haft und unter abschließend mit einem Platzverweis. Hier wurde erneut zugunsten des Militärs unangemessen reagiert – ohne jedewede Notwendigkeit. Vor allem gegen das Erfassen der Personalien, das einschüchternde Auftreten der Polizei muss Protest eingelegt werden.

Das Video mit einer Stellungnahme von mir, auf dem man auch sehr gut sehen, wie massiv die Polizei aufgetreten ist. Auch der Versuch, mich mit Präsenz (mehrere Polizisten umringen einen absolut harmlosen Mann) einzuschüchtern, ist erkennbar.

Flashmob in KA

Update: Jörg Tauss, MdB (Piraten) erwähnt den Vorfall in einer Jörg Tauss bei der Debatte über Grundrechte am 3.7.2009

Update: Kleine Anfrage Flashmob der Fraktion der GRÜNEN im Landtag Baden-Württemberg

Geschrieben am 30. Juni 2009 um 23:15 Uhr in Allgemeines, Bildung, Energie und Umwelt, Politische Mitbewerber - Tags: , , , ,

61 Kommentare »

Andi

als ich die Aufforderung zum Flashmob las, hatte ich schon ein ungutes Gefühl. Dass es so “enden” kann, hätte ich aber nicht für möglich gehalten.
Danke schonmal fürs Verlinken des Berichts.

[Antwort]

Kommentar von Andi — 1. Juli 2009 um 01:37 Uhr

Frank

Mir wird schlecht wenn ich das hier lese. Ich konnte leider nicht kommen und bin schockiert von dem was Du hier dankenswerterweise so ausfuehrlich berichtest.

Werde mir die URL abspeichern und den Leuten in die Hand druecken die bei Polizei-Staat immer abwinken. Denk ich an Deutschland in der Nacht … Gehe jetzt schlafen :-(

[Antwort]

Kommentar von Frank — 1. Juli 2009 um 01:39 Uhr

Beate

Danke für den Bericht, ich habe das mal im Stadtblog gebloggt:

http://ka.stadtblog.de/article/1410/uniformierte-solidaritaet

(Ich hätte doch hingehen solle, mist…)

[Antwort]

Kommentar von Beate — 1. Juli 2009 um 01:44 Uhr

Niemand

Diese Erfahrung habe ich auch machen müssen: Es ist naiv, zu glauben, jeder Polizist halte sich an die Gesetze und erfülle verantwortungsbewusst seine Pflicht. Viele scheinen Vergnügen an Willkür und Machtspielen zu finden. Es kann ein Fehler sein, der Polizei zu vertrauen.

[Antwort]

Kommentar von Niemand — 1. Juli 2009 um 02:11 Uhr

mom

frag doch mal nach wieso deine Personalien aufgenommen wurden.
und zu tinyurl: da ist bei deinen kurzen urls doch gar nicht nötig. Außerdem:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,623724,00.html

[Antwort]

Kommentar von mom — 1. Juli 2009 um 02:23 Uhr

hähnel-blog - frische Links und Netzfundzeug » Tote wegen Bundeswehr-Karriere-Truck

[...] Krass ist allerdings wie die Polizei auf diese gewaltfreie Aktion reagiert hat. [...]

Pingback von hähnel-blog - frische Links und Netzfundzeug » Tote wegen Bundeswehr-Karriere-Truck — 1. Juli 2009 um 09:12 Uhr

Elchzone.de – Hey, at least it’s on the internet » Blog Archive » Gestern Smart-Mob in Karlsruhe – und der Polizeistaat war mit dabei

[...] Soweit sogut, nur wurde die ganze Aktion durch eine massive Polizeipräsenz gestört, die schon langsam echt nach Repression klingt. Jörg Rupp, Grünen Politker aus Karlsruhe war dabei und hat folgenden weniger erfreulichen Bericht erstellt: Flashmob leidet unter massivem Polizeieinsatz [...]

Pingback von Elchzone.de – Hey, at least it’s on the internet » Blog Archive » Gestern Smart-Mob in Karlsruhe – und der Polizeistaat war mit dabei — 1. Juli 2009 um 11:47 Uhr

H. Schrozberg

Lieber Herr Rupp,

vielen Dank für diesen Bericht. Das ganze ist einfach ungeheuerlich und bringt mich innerlich zum kochen. Was bildet sich die Polizei eigentlich ein. Glaube denen geht ganz schön die Muffe. Es wird ja schon vor sozialen Unruhen gewarnt, vielleicht ist das ein Vorgeschmack was dann so auf uns zu kommt.

Ich möchte Sie bitten, weiter über diesen Fall zu berichten/bloggen, insb. was die Beschwerde bei Polizei letztendlich an Ergebnis gebracht hat. Haben Sie über eine Strafanzeige bzw. eine Dienstaufsichtsbeschwerde nachgedacht? Ich wäre bereit sie hier finanziell zu unterstützen.

BTW: Bitte mailen sie mir doch mal den Kontakt zu dem Anwalt, könnte ja sein dass ich dessen Dienste mal in Anspruch nehmen muss. Vielen Dank.

[Antwort]

Kommentar von H. Schrozberg — 1. Juli 2009 um 12:21 Uhr

Polizeiwillkür bei Kunstaktion in Karlsruhe « tessarakt - das vierdimensionale B-L-O-G

[...] Jörg Rupp [...]

Pingback von Polizeiwillkür bei Kunstaktion in Karlsruhe « tessarakt - das vierdimensionale B-L-O-G — 1. Juli 2009 um 17:15 Uhr

vlo

Es muss schon ganz schön rissig sein – unser System – wenn gegen Protest und Meinungsäußerung dermaßen massiv vorgegangen wird.
Traurig, wenn man sowas lesen muss.. dass man eigentlich kein Mensch mehr mit eigenem Willen sein darf (1984?)

[Antwort]

Kommentar von vlo — 2. Juli 2009 um 10:33 Uhr

Hubert

Das Schlimme ist ja, das Karlsruhe mit dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof die beiden höchsten Gerichte Deutschlands hat und sich selbst ja auch “Stadt des Rechts” nennt. Aber ausgerechnet hier beugt die Polizei das Recht zu ihren Gunsten.

[Antwort]

Kommentar von Hubert — 2. Juli 2009 um 14:20 Uhr

Resistance

Ist ja fast noch harmlos, wie hier von Seiten der Polizei vorgegangen wurde. Fußballfans sind seit Jahren schlimmeres gewohnt. Meistens genauso grundlos.
Berichte gibts z.B. hier:

http://www.fansmedia.org/

[Antwort]

Kommentar von Resistance — 2. Juli 2009 um 22:22 Uhr

Heiko

Sieht aus wie Aufnahmen auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking wenn dort Proteste erwartet werden – nur kleiner. Und das wenige Meter neben dem Bundesverfassungsgericht.

Beängstigend.

[Antwort]

Kommentar von Heiko — 3. Juli 2009 um 11:21 Uhr

Fan

Sowas ist so gut wie jedes Wochenende Alltag für deutsch Fußballfans. Beachtung in den Medien finden jedoch nur “Hooligans”, Ausschreitungen usw die allzuoft durch die Polzei selbst ausgelöst werden.

[Antwort]

Kommentar von Fan — 3. Juli 2009 um 16:48 Uhr

LAN-Party schlägt Jugend-Schützen-Turnier in Sachen Gemeingefährlichkeit | goblor grübelt

[...] wenn man befürchten muss, dass ein massives Polizeiaufgebot ohne wirklich erkennbaren Grund die Personalien aufnimmt und Platzverweise erteilt. Keine zum Thema passenden Artikel gefunden. Kommentare [...]

Pingback von LAN-Party schlägt Jugend-Schützen-Turnier in Sachen Gemeingefährlichkeit | goblor grübelt — 3. Juli 2009 um 20:10 Uhr

Max

Hi.
Wie die Geschichte weitergeht würde mich auch sehr interessieren. Bitte halte uns doch auf dem Laufen, sobald es Neuigkeiten gibt!

Gruß,
m.

[Antwort]

joerg Antwort vom Juli 4th, 2009 07:30:

Selbstverständlich werde ich Updates zu veröffentlichen. Da ich Blogeinträge twittere, ist es vielleicht am einfachsten, ihr followed.

[Antwort]

Kommentar von Max — 4. Juli 2009 um 00:12 Uhr

Alexander

Bei solchen Gelegenheiten sollten die Menschen im Chor das Lied “Die Gedanken sind frei” anstimmen. Eine Schande, dass der Staat so große Angst vor seiner Bevölkerung hat.

[Antwort]

Kommentar von Alexander — 4. Juli 2009 um 01:50 Uhr

Olli

Also, wir haben Wahlen und können selbst bestimmen wem wir Vertrauen. Dieses mal, wird es devinitiv nicht die CDU oder die SPD sein. Bei all diesen Worten und Bildern, lieber Jörg, bekomme ich ein DejaVu…als Ossi. Ich habe Angst vor dem was noch kommen kann. Wir haben in Deutschland so viele Probleme und die Polizei, Politiker oder deren Lobbyisten(?) kümmern sich um irgendwelchen scheiß…sorry. Es ist aber immer wieder interessant zu sehen wie Uniformen einschüchtern können, warum eigentlich? Die Vertreibung von unerwünschten Personen aus der Innenstadt ist nicht neu, wann darf die Polizei eigentlich einen Platzverweiss aussprechen? Wem gehört die Stadt? Ich denke nicht das es zu sozialen Unruhen kommen wird, das ist nicht die Mentalität das deutschen aber ich habe Angst vor weiteren Ideen die die Politiker sich beim morgentlichen Stuhlgang einfallen lassen, haben die Durchfall und Bauchkrämpfe? Entspannung soll helfen!

[Antwort]

Kommentar von Olli — 4. Juli 2009 um 10:41 Uhr

Deefunctography

Echte Killerspiele mit Polizeischutz in Karlsruhe…

Killerspiele verboten jedoch echtes Kriegswerkzeug zu Werbezwecken erlaubt:

Die Polizei schritt am 30. Juni gegen einen friedlichen Flashmob auf dem Marktplatz in Karlsruhe ein und verhängte Platzverweise.

Ausgangspunkt war ein angekündigter, f…

Trackback von Deefunctography — 4. Juli 2009 um 11:41 Uhr

Pieks

Jaja, so ist das mit unserem Regierungsapparat. Wir sollen denen unser Vertrauen geben, aber wo ist das Vertrauen in uns! Sie haben keins, weil sie uns hintergehen und Angst vor der Quittung haben.

[Antwort]

Kommentar von Pieks — 4. Juli 2009 um 12:45 Uhr

Tauss entert den Bundestag « Fuzzyauflauf

[...] kritisierte Tauss das Vorgehen der Polizei gegen einen Flashmob in Karlsruhe. Bei einer friedlichen Aktion gegen eine Werbeveranstaltung der Bundeswehr wurden die [...]

Pingback von Tauss entert den Bundestag « Fuzzyauflauf — 4. Juli 2009 um 12:54 Uhr

honsa

Eine solche Aktion nennt man politische Verfolgung, so weit ist Deutschland also schon. Unter diesen Bedingungen müssen sich einige Staaten ob sie politisch Verfolgten nicht Asyl gewähren …

[Antwort]

Kommentar von honsa — 4. Juli 2009 um 13:04 Uhr

Jay Silence (jsilence) 's status on Saturday, 04-Jul-09 09:14:21 UTC - Identi.ca

Pingback von Jay Silence (jsilence) 's status on Saturday, 04-Jul-09 09:14:21 UTC - Identi.ca — 4. Juli 2009 um 13:06 Uhr

KiM

Nicht unterkriegen lassen. Ich finde dein Verhalten prima!

[Antwort]

Kommentar von KiM — 4. Juli 2009 um 14:45 Uhr

Stephan

Auch wenn sich hier wieder alle gegenseitig aufputschen…
äußere ich hier meine entgegegesetzte Meinung.
Was ist passiert….
wurde hier von einen autoritären Staat,
wie behauptet, die Freiheit der Kunst behindert?
Nein ,wie selbst zugegeben, richtete sich diese Aktion gegen eine Werbeveranstaltung der BW und war damit eine politischer Störversuch.
Sicher gibt es bei den Initiatoren und Macher die übliche selbstgerechte Autosuggestion, wir sind im recht… und da sind die Bösen… aber noch darf jeder für sich werben, dies betrifft Parteien, Verdi, den Tierschutzverein und eben auch die BW. Diese haben dann auch ein Anrecht auf Schutz vor sogenannten Kunstaktionen… die letzlich nur ein kindischer Versuch sind, Stimmung zu machen…..

[Antwort]

joerg Antwort vom Juli 5th, 2009 12:32:

Hallo Stephan,
natürlich hat jeder das Recht auf Schutz. Auch die Bundeswehr. Aber sie hatte doch sogar private Sicherheitskräfte dabei. Und es gab nichsts, aber auch gar nichts, was auf irgendeine Weise Personenkontrollen gerechtfertigt hätte. Wenn die BW für sich als Arbeitgeber, der “Spaß und Action”bietet wirbt, muss sie halt damit leben, dass man deutlich zeigt, was die Kehrseite der Medaille ist. Und, ich schrieb es Sven schon: bei der hohen Arbeitslosigkeit müsste die Bundeswehr eigentlich leicht Arbeitnehmer finden. Wieso gelingt ihr das blos nicht?

[Antwort]

Kommentar von Stephan — 4. Juli 2009 um 15:46 Uhr

thenktor

Als Pirat kann ich dazu nur sagen: Polizeistaat ahoi! Mein Dank an Jörg Tauss, der mich darauf aufmerksam gemacht hat.

[Antwort]

Kommentar von thenktor — 4. Juli 2009 um 15:49 Uhr

Sven

ich bin noch für 3 Monate bei der BW und habe Zugriff auf die Tagesmeldungen.
Momentan kann man sagen das mindestens alle 2-3 Tage eine Aktion gegen die BW stattfindet und ein Großteil dieser Aktionen sind nicht wirklich friedlich.
Einbruch in Militärische Sicherheit Bereiche mit Entwendung von Material der BW oder gar Brandanschläge (bevorzugt auf Transportfahrzeuge und Fahrzeuge der Post).
Stören von Gelöbnisse (z.B. das 30 Personen mit Flyer und Transparenten ein Gelöbniss stürmen und die Rekruten beleidigen).
Und dieses Jahr hatten wir schon den ein oder anderen fall das Familien von Soldaten welche im Ausland eingesetzt waren in der zeit Bedroht wurden, Anrufe, Briefe und Flyer teils mit solchen Textlauten in Richtung wie “Frau xy ihr Mann tötet gerade Kinder”
Teils werden auch Rekruten und Mannschafter die alleine am Bahnhof stehen einfach so verprügelt (die haben den als er auf dem Boden lag noch angepisst) weil er Uniform getragen hat in März oder April am Berliner Ostbahnhof passiert

Und da wundert sich die Szene das die BW solche Aktionen Kritisch betrachtet und teils übertrieben abschirmt.

versucht eure Militanten Spinner ruhigzustellen und dann wird sich auch die Art des Auftretens der BW wieder bessern.

Mit freundlichen Grüßen
Sven

[Antwort]

joerg Antwort vom Juli 5th, 2009 12:28:

Hallo Sven,
die von Dir beschriebenen Aktionen gegenüber Angehörigen der Bundeswehr sind absolut nicht in Ordnung. Bei öffentlichen Bekentnissen dagegen finde ich schon, dass man dort stören darf, ich halte diese Art der Inszenierung des Soldatentums für widerwärtig. Ob man dbei Rekruten beleidigen muss, naja, sicher nicht. Aber darum ging es hier nicht. Hier ging es um einen Werbefeldzug der Bundeswehr, mit dem sie unter dem Motto “Spaß und Action” versucht, Leute für sich als Arbeitnehmen zu gewinnen. Dazu stellt sie einen Panzer auf den Marktplatz. Und dagegen richtite sich dieser Flashmob – genauer Smartmob – und das in absolut friedlicher Weise. Die Aktion war, wie im Aufruf dazu auch beschrieben, nach 2 Minuten vorbei. Es gab keinerlei Anzeichen für irgendwas anderes als den Flashmob. Mein Protest richtete sich daher gegen das durch kein Gesetz gedeckte Kontrollieren der Personalien und die daher gegen mich völlig nicht gerechtfertigte gewaltsame Kontrolle und den Platzverweis. Die Bundeswehr darf gerne für sich werben. Aber das dann seriös. Und “Spaß und Action” ? – ich erinnere mich, in meiner Jugend wurde man noch als Schüler Busweise zur Bundeswehr gekarrt, bekam Führungen, beeindruckende Hubschrauberlandungen, durfte echte Waffen anfassen – möchtest Du mal die Panzerfaust auf die Schulter nehmen? – und bekam nach der Erbsensuppe einen lustigen Film über Auslandsmanöver gezeigt. Das war so ähnlich. Und im Übrigen: dieser Werbetruck wird von Steuergeldern bezahlt – bei der hohen Arbeitslosigkeit müsste die Bundeswehr eigentlich leicht Arbeitnehmer finden. Wieso gelingt ihr das blos nicht?

[Antwort]

Kommentar von Sven — 4. Juli 2009 um 15:57 Uhr

Terrormobs « Die Welt, wie ich sie sehe

[...] nahm die Personalien aller mutmaßlichen Teilnehmer auf. Einen genauen Erfahrungsbericht findet ihr auf dem Blog des grünen Bundestagskandidaten Jörg Rupp. Veröffentlicht in Politisches und Volksverdummung, Recht und Ordnung. Schlagworte: Demo, [...]

Pingback von Terrormobs « Die Welt, wie ich sie sehe — 4. Juli 2009 um 16:24 Uhr

pmn

Ich weiß jetzt zwar nicht, was ihr so prinzipiell gegen die Bundeswehr habt, aber das Verhalten der Polizei scheint ja ziemlich mies (und eben rechtswidrig) gewesen zu sein. Meine eigenen Erfahrungen vom Bildungsstreik aus Bielefeld lassen mich diese Ausführungen für glaubwürdig halten. Die Rede von Tauss ist im Übrigen sehr hörenswert.

Und Sven, “eure (sic) Militanten (sic) Spinner” ist eine äußerst unbrauchbare Zurechnung.

[Antwort]

Kommentar von pmn — 4. Juli 2009 um 22:36 Uhr

Dennis

so, jetzt hat der neue Sport, nämlich “polizeiliche Willkür” endlich auch Karlsruhe erreicht.

In München kennt man sowas schon, weshalb ich hier seit Jahren nicht mehr abends weggehe.

Aber wer in D noch an einen Rechtsstaat glaubt, der glaubt auch an den Wolpertinger.

Fairerweise muss aber auch gesagt sein, dass es durchaus gute Polizisten gibt, die schlechten fallen nur mehr auf.

[Antwort]

Kommentar von Dennis — 4. Juli 2009 um 23:00 Uhr

Raphael Mack (denkbeteiligung) 's status on Saturday, 04-Jul-09 20:34:21 UTC - Identi.ca

Pingback von Raphael Mack (denkbeteiligung) 's status on Saturday, 04-Jul-09 20:34:21 UTC - Identi.ca — 5. Juli 2009 um 00:26 Uhr

Mountain Prophet » Karlsruher Polizei begeht Rechtsbruch

Pingback von Mountain Prophet » Karlsruher Polizei begeht Rechtsbruch — 5. Juli 2009 um 03:03 Uhr

kniffel

Danke für den Bericht.

Natürlich darf die Bundeswehr für sich werben, und natürlich stellt sie sich positiv dar. Werbung ist Werbung!

Die Vorgehensweise der Polizei war dennoch eindeutig unangemessen. Der Smartmob war ja nicht dazu gedacht, die BW dort irgendwie zu bedrängen, er hätte ja nur die Aussagen der BW dort ergänzt, auch wenn die Bundeswehr das eher nicht gerne sieht.

Aber dass die Bundeswehr nicht die Arbeitnehmer findet, die sie braucht, das kann ich schon verstehen. Die brauchen halt kein einfaches Kanonenfutter mehr, das lediglich unterscheiden muss, wo beim Gewehr vorn und hinten ist, und haben gleichzeitig noch den Anspruch, dass die Leute ne gewisse körperliche Fitness erreichen können müssen.

[Antwort]

Kommentar von kniffel — 5. Juli 2009 um 15:36 Uhr

mein gott und meine welt » Google schmeißt Qualitätsmedien aus dem Index «

[...] was auch Jörg Rupp (Bundestagskandidat der Grünen) in seinem Blog vermutet: “Flashmob leidet unter massivem Polizeieinsatz” [...]

Pingback von mein gott und meine welt » Google schmeißt Qualitätsmedien aus dem Index « — 6. Juli 2009 um 17:00 Uhr

Wolfgang Mueller

Ungeheuerlich, dieses Vorgehen! Demnaechst werden diese Verbrecher wieder mordend durch die Strassen ziehen. Man traut sich ja kaum mehr aus dem Haus, wenn dieses faschistische Pack für die Sicherheit der Bürger verantwortlich sein soll.
Gut, dass es so mutige Widerstandskämpfer wie Dich gibt, Jörg, sonst wären wir verloren.

MfG

Wolfgang

[Antwort]

Kommentar von Wolfgang Mueller — 8. Juli 2009 um 04:36 Uhr

onli blogging

Polzeigewalt gegen Flashmob…

Ein Flashmob gegen eine Bundeswehrwerbeveranstaltung wurde vom Staat mit einem massivem Polizeiaufgebot, Gewaltanwendung und Platzverweisen beantwortet. Ein Grünen-Politiker berichtet, via. Tauss hatte das Geschehen in seiner hervorragenden Rede über…

Trackback von onli blogging — 8. Juli 2009 um 11:10 Uhr

Lars

Eine Demonstation gegen die Bundeswehr als Flashmob tarnen wollen, dann noch nicht mal anmelden bzw. keinen verantwortlichen Ansprechpartner benennen und sich dann wundern wenn Platzverweise ausgesprochen werden.

Als Politiker sollte man DAS eigentlich besser wissen.

[Antwort]

Kommentar von Lars — 8. Juli 2009 um 12:25 Uhr

Blutbad-Nachahmer von Polizei gefilzt « Linkskapitalismus

[...] Kontrollen wurde zunächst die Herausgabe der Personalien durch körperlichen Einsatz erzwungen (Jörg Rupp, Kandidat der Grünen für den Bundestag): Man gab mir keine Auskunft, verlangte statt dessen nach [...]

Pingback von Blutbad-Nachahmer von Polizei gefilzt « Linkskapitalismus — 8. Juli 2009 um 12:29 Uhr

Lars

Und:

“verlangte statt dessen nach einem Wortwechsel von mir die Personalien. Da ich diese nicht einfach preisgab, wurde ich von zwei Polizisten rechts und links am Arm gepackt, zur Seite geführt, an die Rathauswand gestellt und musste die Handflächen gegen die Wand drücken.”

Die Polizei hat das Recht, Personalien aufzunehmen und kann dieses Recht auch mit geeigneten Mitteln durchsetzen.
Sollte man als Politiker auch wissen. Gibt es keinen Staatskundeunterricht bei den Grünen? Oder geht da keiner hin?

Peinlich.

[Antwort]

joerg Antwort vom Juli 9th, 2009 22:16:

Die Polizei kann die Identität einer Person feststellen,
1. um im einzelnen Falle eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwehren oder eine Störung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung zu beseitigen

Das könnte man jetzt bei einer Demonstration oder gar Kundgebung vielleicht noch für möglich halten, vor allem, wenn Leute anzutreffen sind, die gewalttätig aussehen (schwarzer Block). In Falle des Smartmobs aber gab es keinerlei Vorfälle und es wurden die Personalien auch noch NACH der Aktion aufgenommen – da gabs erst recht keine Gefährdung mehr.

[Antwort]

Kommentar von Lars — 8. Juli 2009 um 12:29 Uhr

onli

@Lars: Ohne Anlass soll die Polizei dazu das Recht haben? Das bezweifel ich. Je nach Bundesland, aber meines Wissens benötigt das immer(!) zumindest einen Gefahrentatbestand.

[Antwort]

Kommentar von onli — 8. Juli 2009 um 16:20 Uhr

Martin

Demonstration gegen Bundeswehr?
Wieso demonstrieren die Grünen gegen die Bundeswehr, wo Sie doch den Afghanistan Krieg (u.a. für das Wohl sonst vollkommen entrechteter afghanischer Frauen) voll mittragen, siehe Abstimmungsverhalten und Parteitagsbeschlüsse?
Wenn die Bundeswehr keinen Nachwuchs hat weil Sie nicht mehr werben darf, geht der der grüne Parteivorstand persönlich in den Kampfeinsatz?
Ich empfehle der Partei mehr ehrlichkeit, Bundeswehrkritisch UND Kriegsfreundlich ist Doppelmoral.

[Antwort]

joerg Antwort vom Juli 13th, 2009 11:00:

Hallo Martin,
so einhellig sind und waren die GRÜNEN nicht für den Einsatz der BW in Afghanistan. Ich war schon immer ein Gegner dieses Einsatzes und bin nach wie vor für einen Rückzug aus Afghanistan, nachdem auch kein Strategiewechsel zu erkennen ist. Die Bundestagsfraktion sieht das in Teilen anders. Ehrlich ist übrigens, die verschiedenen Meinungen innerhalb einer Partei zuzulassen und auch zu debattieren, nicht wie in anderen Parteien dies unter dem Teppich zu halten. Das ist so nur bei uns GRÜNEN möglich.
Darüber hinaus richtete sich der Smartmob vor allem gegen das Werben für die Bundeswehr als Arbeitsplatz mit “Spaß und Action” – wirklich kein gelungenes Motto. Daher die “Antwort” in der Form von Schmerz und Tod. Das kommt der Wahrheit näher.

[Antwort]

Kommentar von Martin — 12. Juli 2009 um 17:51 Uhr

joe

Hmm,
schon komisch wie erschrocken hier Einige reagieren wegen Repressalien des Polizeiapparates?!?
Ich hatte schön öfter das Vergnügen von -vermummten- SEK’lern und Weiteren eingeschüchtert zu werden. Bonn, Göttingen, Dortmund, etliche Demos mit “linken” Themen (Asyl-GG, Irakkrieg-Teil 1, NPD-Aufmarsch, etc.). Und natürlich waren immer die bösen, bösen Demonstranten provokant, laut Polizeiberichten..
Wobei mir, bevor ich nach Karlsruhe zog, auch schon zu Ohren kam, dass im schwarzen Süden (CDU- und CSU-regierte Länder) die Polizeipräsenz höher und härter ist.

Nichtsdestotrotz war der Einsatz bei dem sog. Flashmob vollkommen übertrieben und absurd!!! Theoretisch hätte man (bei Unterstellung einer nicht angemeldeten Demo) weniger Einsatzkräfte in normaler Strassenuniform agieren lassen können. Ich hab bisher auch noch nirgendwo gelesen, dass der Karlsruher Marktplatz vergleichbar mit dem Hamburger Schanzenviertel ist, oder sich eine Links-Autonome-Gruppe zu dieser Aktion aufrief. Steht nicht auch irgendwo in den Gesetzen irgendwas mit Verhältnismäßigkeit???

[Antwort]

Kommentar von joe — 16. Juli 2009 um 17:45 Uhr

joe

ups, das “sich” in der vorletzten Zeile bitte gedanklich streichen…

[Antwort]

Kommentar von joe — 16. Juli 2009 um 17:50 Uhr

Kampagne 19. Mai

Wie unter anderem die Karlsruher Polizei mit dem Versammlungrecht umspringt kann man auf der Internetseite der Kampagn 19. Mai aus Karlsruhe nachlesen. Auch hier tat sich der benannte Herr Zimmer, wie in vielen anderen Aktionen negativ hervor. Dieser ist schon länger bekannt für seine ausufernden Platzverweise.

[Antwort]

Kommentar von Kampagne 19. Mai — 17. Juli 2009 um 18:52 Uhr

Update: Polizei vs friedliche Demonstrant_innen « Alternative Liste

[...] Den kompletten Text von Jörg Rupp findet ihr hier. [...]

Pingback von Update: Polizei vs friedliche Demonstrant_innen « Alternative Liste — 17. Juli 2009 um 20:36 Uhr

Andi

Und auf der anderen Seite veröffentlicht die Polizeigewerkschaft tränenrührende Pressemeldungen, das die Gewalt gegen Bullen zunimmt und das die Bevölkerung den Respekt verliert.

WIE MAN IN DEN WALD HINEINRUFT, SO SCHALLT ES HERAUS, meine Herren

Das werdet ihr noch früh genug zu spüren bekommen, wenn die Mehrheit merkt, dass man ihr die Grundrechte Stück für Stück weggekürzt hat und man einen überwachenden Polizeistaat erschaffen hat …

[Antwort]

joerg Antwort vom Juli 18th, 2009 11:16:

Gewalt ist überhaupt nicht in Ordnung. Auch nicht gegen Polizisten. Widerstand jedoch gegen Willkür ist notwendig. Die rechtlichen Möglichkeiten müssen ausgeschöpft werden. Vorkommnisse müssen öffentlich gemacht werden. Auf eine parlamentarische Anfrage muss richtig geantwortet werden, da können sie keine Ausflüchte machen.
Jedoch gibt es offensichtlich eine Reihe von ernst zu nehmenden Vorkommnissen, anhand derer man offensichtlich sehr stark aufpassen muss, wie der Ostermarsch in Kehl, dieser Flashmob, die Versuche, das Versammlungsgesetz zu umzuschreiben, dass Demonstrationen fast unmöglich werden.

[Antwort]

Kommentar von Andi — 18. Juli 2009 um 03:01 Uhr

joe

Da muß ich joerg vollkommen beipflichten!!! Zu Gunsten der “allgemeinen Sicherheit, Terror- und Kriminalitäts-abwehr” ausspioniert, observiert und verhaftet zu werden, das Demonstrationsrecht zu kastrieren und bestenfalls alle Menschen gleich zuschalten hört sich nicht nach dem demokratischen Grundverständnis von mir an, eher nach DDR- Teil 2.

Irgendwie find ich dann auch die ersten Zeilen von (dem sehr alten) Ton Steine Scherben- Song dazu stimmig:
“Ich bin nicht frei und ich kann nur wählen, welche Diebe mich bestehlen, welche Mörder mir befehlen…”
Besser mal nicht warten bis diese Zeilen allen einleuchten und zur totalen Realität werden, sondern Augen und Maul auf!!!

[Antwort]

Kommentar von joe — 18. Juli 2009 um 16:55 Uhr

Guandi

Danke für den Bericht, so unglaublich ich diese Polizeiaktion finde ist es immerhin toll, dass es auch parteien gibt, die soetwas auch als äußerst bedenklich ansehen! Ich hoffe die Grünen werden dazu im Gemeinderat Stellung beziehen

[Antwort]

Kommentar von Guandi — 20. Juli 2009 um 01:10 Uhr

Blog GRÜN-(P)PUR » Verpasste Chancen

[...] Übergriffen der Polizei lesen müssen? Dazu gehört die unverhältnismäßige Reaktion auf den Flashmob gegen den Bundeswehrtruck in Karlsruhe als ein im Vergleich harmloses Beispiel, das aber zeigt, wie Polizisten auf Kritik [...]

Pingback von Blog GRÜN-(P)PUR » Verpasste Chancen — 13. September 2009 um 10:01 Uhr

Verpasste Chancen

[...] Übergriffen der Polizei lesen müssen? Dazu gehört die unverhältnismäßige Reaktion auf den Flashmob gegen den Bundeswehrtruck in Karlsruhe als ein im Vergleich harmloses Beispiel, das aber zeigt, wie Polizisten auf Kritik [...]

Pingback von Verpasste Chancen — 13. September 2009 um 10:29 Uhr

Wochenrückblick 27.06. – 08.07.2009 « Sikks Weblog

[...] Wie weit polizeiliche Repressionen gehen zeigt der Bericht des Grünenpolitikers Jörg Rupp. Der ging nämlich als Beobachter zu einem Karlsruher Flashmob, der die dort propagandierende Bundeswehr etwas mit Leben füllen sollte und wurde dort gleich recht grob dingfest gemacht, kontrolliert und des Platzes verwiesen: http://schrozberg.blogspot.com/2009/07/der-polizeistaat-kommt-unaufhaltsam.html Eigentlich beschreibt die Jörg Rupp selbst, jedoch ist momentan seine Webseite down…: http://www.joergrupp.de/150/flashmob/ [...]

Pingback von Wochenrückblick 27.06. – 08.07.2009 « Sikks Weblog — 1. Oktober 2009 um 22:54 Uhr

cky

das mit den flashmobs ist eine grauzone
es ist im eigentlichen sinne eine demo, denn ihr protestiert ja gegen etwas
in diesem falle gegen den einsatz der bundeswehr, dies ist eure meinung und diese muss akzeptiert werden in deutschland

jedoch protestiert ihr “anders” ihr baut keine infostände auf oder zieht geschlossen durch die straßen, ihr demonstriert mit einem ich würde mal sagen künstlerischen aspekt, etwas neuem halt
jedoch steht die polizei wie der letzte depp da wenn etwas passiert, man muss bei bundeswehr aktionen immer mit aktivisten rechnen
und wenn sie dann vom flashmob mitbekommen haben ist es klar das sie präsenz zeigen denn grade bei kleinen demos kungebungen usw. gibt es häufig idioten die sich das recht rausnehmen durchzudrehen, schanzenviertel…eine normale demo und am abend ist dort krieg
ihr wolltet jedoch nur einen flashmob machen, also einen vollkommen gewaltlosen protest das ist gut, jedoch müsste sowas angemeldet werden, dann wüsste die polizei was auf sie zukommt!
von 100 polizisten sind evtl 15 dabei die von dingen wie “flashmob” überhaupt erstmal was gehört haben
man muss sie informieren um solche szenen zu verhindern

dies ist meine meinung, wenn menschen nicht wissen was auf sie zukommt dann sind sie nunmal vorsichtiger und verlangen halt von vielen ihre papiere usw.
zumal sie auch das recht hatten euch vom platz zu verweisen, denn euer flashmob war nunmal nicht angemeldet also gesetzeswidrig, im grunde genommen haben sie eine “straftat” verhindert

im endeffekt würde ich euch einfach empfehlen bei solchen aktionen, sie anzumleden, vor allem wenn ihr gegen eine kundgebung demonstiert, egal welche

gruß :)

[Antwort]

Kommentar von cky — 15. Oktober 2009 um 15:07 Uhr

Blog GRÜN-(p)puR

[...] für den Hitlerstellvertreter Rudolf Heß am 17.8.2009 ebenfalls am Marktplatz in Karlsruhe. Ebenfalls betroffen war ich als Bundestagskandidat der GRÜNEN, nachdem ich mich lediglich erkundigt hatte, warum die Polizei grundlos Platzverweise erteilt, und [...]

Pingback von Blog GRÜN-(p)puR — 22. Juni 2010 um 17:50 Uhr

Greenhawker

Hallo zusammen,

also hier wird sich beschwert über die Einschränkung der Grundrechte. Gut so. Was mich nur bedenklich stimmt, ist die Tatsache, dass sich nur über die Einschränkung der eigenen Rechte beschwert ist, aber im Gegenzug man bereit ist bei anderen noch viel weitereichendere Einschränkungen zu fordern.
Gilt das Recht nur für einen selbst, oder gilt das Gesetz für alle?

[Antwort]

joerg Antwort vom Juni 25th, 2010 09:18:

Da ich momentan nciht so recht weiß, was Sie konkret meinen, fällt mir eine Antwort schwer. Aber: grundsätzlich leben wir in einem Rechtsstaat und daher gelten alle Gesetze für alle.

[Antwort]

Kommentar von Greenhawker — 25. Juni 2010 um 09:04 Uhr

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