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	<title>Blog GRÜN-(p)puR &#187; Netzpolitik und Datenschutz</title>
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	<description>ein grünes Blog für Karlsruhe, drumherum und die große, weite Welt</description>
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		<title>Warnung vor dem Netz</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 09:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute morgen in SWR1: IHK Karlsruhe und Verdi warnen Auszubildende davor, private Bilder bei Facebook, VZ etc. pp einzustellen. Frau Lang von der IHK bemühte auch gleich ein gern genommenes Beispiel: &#8220;Wollen Sie wirklich, dass Ihr Chef Bilder von Ihnen sieht, in denen Sie leicht bekleidet mit nem Bier an der Strandbar zu sehen sind?&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen in SWR1: IHK Karlsruhe und Verdi warnen Auszubildende davor, private Bilder bei Facebook, VZ etc. pp einzustellen. Frau Lang von der IHK bemühte auch gleich ein gern genommenes Beispiel: &#8220;Wollen Sie wirklich, dass Ihr Chef Bilder von Ihnen sieht, in denen Sie leicht bekleidet mit nem Bier an der Strandbar zu sehen sind?&#8221; Denn jetzt, nach der Urlabuszeit, droht offensichtlich Gefahr für den Job oder das Renommée, wenn man in sozialen Netzwerken Bilder vom Urlaub einstellt, anstatt zum Diaabend einzuladen. Denn, die Personalverantwortlichen, die loggen sich mit Pseudonymen ein und checken so heimlich, was ihre Angestellten (oder BewerberInnen) so in ihrer Freizeit treiben.</p>
<p><a href="http://www.joergrupp.de/wp-content/uploads/2010/08/2648544238.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-921" title="2648544,238" src="http://www.joergrupp.de/wp-content/uploads/2010/08/2648544238.jpg" alt="2648544,238" width="190" height="205" /></a>Begleitend hat der SWR eine Straßenumfrage gemacht. Klar, jede Antwort der an der Stimme als junge Menschen &#8211; männlich wie weiblich &#8211; identifizierbare Interviewte, stellt bedenkenlos Bilder vom Urlaub oder von Parties ins Netz. Und, das böse Netz vergisst nichts. Ausrufezeichen.</p>
<p>Diese Propagandamaschine ist sehr unehrlich. Ich persönlich finde zwar auch, dass es Bilder gibt, die man besser nicht ins Netz stellt. Aber dass man wie selbstverständlich davon ausgeht, dass Personalverantwortliche erstens sich die Zeit nehmen, andauernd hinter ihren Angestellten herzuspionieren, ist schon ne interessante Aussage einer Vertreterin der IHK. Woher hat sie wohl ihre Infos? Und dass man außerdem davon ausgeht, dass man in Personalabteilungen davon ausgeht, dass das Personal kein Privatleben hat, nun, das halte ich für schlicht ignorant. Außerdem habe ich auch schon gehört, dass, gibt es keine Infos in sozialen Netzwerken, man in manchen Personalabteilungen davon ausgeht, dass mit einem was nicht stimmt, vor allem, wenn man zur jüngeren Generation (also jünger als ich:-) gehört.</p>
<p>Mir scheinen diese Ratschläge schlicht von einer Haltung dem Internet gegenüber zu sprechen, die mit deutlichem Misstrauen und Unverständnis auf diejenigen herabblickt, die moderne Kommunikationsmittel nutzen, um mit FreundInnen und Bekannten Kontakt zu halten. Menschen, die einerseits mittels Handy, PC und Telefon (manchmal gelichzeitig) kommunizieren, tun das halt auf andere Art und Weise, als man das &#8220;früher&#8221; getan hat. Die Mittel sind da und jeder nutzt sie nach eigenem Gutdünken. Dazu gehört auch das Teilen privater Informationen. Früher hat man halt in der Schule oder an anderen öffentlichen Plätzen über den Urlaub geredet und mit derselben Selbstverständlichkeit teilen Menschen eben Bilder von sich und ihren Erlebnissen. Mich erinnern diese ständigen Warnungen an die Warnungen vor Büchern oder Filmen oder dem Fernsehen.</p>
<p>Am Ende des Beitrags wurde es dann aber doch etwas heftig: mit derselben Frauenfeindlichkeit, mit denen früher Vergewaltungen an kurzen Röcken festgemacht wurden (selbst schuld!) und die Verantwortung für die Tat vom Täter aus das Opfer projeziert wurde, erzählte eine Frau von einer Freundin, die sexuell belästigt wurde. Nicht,w eil der Belästiger nicht in der Lage war, die Grenzen einzuhalten. Sondern weil die Freundin ein Bild, auf dem sie leicht bekleidet (im Bikini?) zu sehen war. Was man im Sommer in jedem öffentlichen Schwimmbad sieht. Leicht bekleidete Menschen. Und dahört für mich dann der Spaß auf. Sowas ist nicht nur frauenfeindlich, sondern zeugt von einer Prüderie, wie ich sie von Klischées übe die USA her kenne.</p>
<p>Wie gesagt, nicht jedes Bild muss ins Netz. Aber dieses gefährliche Netz &#8211; als hätte es vor dem Internetzeitalter keine sexualisierten Straftaten gegeben &#8211; das existiert doch in den Phantasien dieser Menschen, die solches propagieren. Und wenn ich auf dnem Fest mit Freunden feiere und mein Chef kommt vorbei &#8211; kann passieren &#8211; ja, was soll ich dann zukünftig tun, folgte ich den Thesen der Frau von der IHK? Zu Hause bleiben?</p>
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		<title>die Welt in einem Konzern</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 18:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die letzten Tage erlebe ich einen Medien-Hype um Google Street View. Bis der Konzern vor wenigen Tagen ankündigte, dss der neue Dienst Ende 2010 starten wird, habe ich die Nachrichtenlage eher als kritisch eingestuft. Nun wendet sich langsam das Blatt. Eine ganze Reihe von Blättern, von Spiegel bis Stern sprechen sich für Street View aus. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzten Tage erlebe ich einen Medien-Hype um Google Street View. Bis der Konzern vor wenigen Tagen ankündigte, dss der neue Dienst Ende 2010 starten wird, habe ich die Nachrichtenlage eher als kritisch eingestuft. Nun wendet sich langsam das Blatt. Eine ganze Reihe von Blättern, von Spiegel bis Stern sprechen sich für Street View aus. Auch die <a href="http://taz.de/1/archiv/detailsuche/?tx_hptazsearch_pi1[search_term]=google+street&amp;tx_hptazsearch_pi2[submit_button].x=0&amp;tx_hptazsearch_pi2[submit_button].y=0" target="_blank">taz</a> berichtet zwischenzeitlich eher positiv darüber.</p>
<p>Ich halte allerdings die Freude über die Usability dieses Dienstes für den falschen Ansatz, wenn man bewerten möchte, was da gerade passiert &#8211; was passiert, seit es Google überhaupt gibt.</p>
<p>Ich bin seit 1996 online, ich kenne das Netz aus der Zeit vor Google. Ich weiß um den Komfort und die Verbesserung der Suchergebnisse, seit googeln ein Synonym für &#8220;im Netz suchen&#8221; geworden ist. Ich erinnere mich an Glaubensfragen, ob jetzt Yahoo oder Lycos besser waren oder sind, ob man Web.de benutzen soll. Erinnere mich an meinen ehemaligen Arbeitgeber AOL Deutschland, der ja mit seinem proprietären Webzugang ähnlich wie Google heute versucht hat, einen eigenen Filter vors Netz zu setzen. Denn nichts anderes tut Google: es bietet eine ganze Reihe von Diensten an, die das Netz nach den Krierien, die Google erstellt (hat), das Netz filtern. Nichts anders tut jede Suchmaschine. Google tut das offensichtlich so, dass die Ergebnisse für den Anwender &#8220;gut&#8221; sind &#8211; man findet &#8220;mehr&#8221;, höre ich immer wieder &#8211; und meine eigene Erfahrung ist ähnlich. Aber ist es nicht so, dass Webprogrammierer sich in der Optimierung zwischenzeitlich daran orientieren, dass man gut in Google gefunden wird? Was war zuerst &#8211; Google oder die Suchmaschinenoptimierung? Was wäre Google wert, würden sich alle weigern, ihre Websites zu googletimieren? Und was passiert darüber hinaus?</p>
<p>Google bietet eine ganze Reihe von interessanten Diensten an. Maps ist ein gerne genutzter Dienst. Wer nach Landkarte fahren kann, braucht keinen Routenplaner und bekommt eine nach seinen Wünschen detailierte oder grobe Übersicht über sein Zielgebiet ( a propos &#8211; werden Atomkraftwerke eigentlich auch online vernebelt?) Gleichzeitig kann man sich die Satellitenansicht anschauen, wird gerne genutzt und man kann stundenlang so über die Welt surfen (statt Daily Soaps zu gucken zum Beispiel &#8211; oder sich um die Kinder zu kümmern, je nachdem halt). Wenn ich mir jetzt aber vorstelle, Google sammelt anderweitig Daten über mein Online-Nutzer-Verhalten, welche Nachrichten ich via Google-News lese (früher machte man das mit Paperball) und vielleicht noch, welche der von Ihnen eingesacannten Bücher ich angeschaut habe, welche Seiten ich mir sonst über Google angesehen habe &#8211; der Cursor springt bei Aufruf ja automatisch in die Suchzeile und ich sehe täglich in meinen Kursen, dass die wenigsten Menschen, selbst die mit Interneterfahrung, eine Adresse wie www.arbeitsagentur.de in die Browserzeile eingeben, sondern in die Google-Suchzeile, dann wird mir doch ein bißchen anders. Dann, könnte ich mir vorstellen, wäre Google in der Lage, jede meiner Bewegungen und Beweggründe nachzuvollziehen &#8211; inklusive eines Fotos meines Hauses, in dem ich wohne &#8211; denn irgendwo in Googles Speicher leigt ja doch das Originalfoto. Wenn ich dazu weiß, dass Google mit der NSA kooperiert, dann wird mir das ganze doch sehr unangenehm.</p>
<p>Es geht bei der Frage Street View nicht um die Frage, ob dieser Dienst gefährlich ist. Ob man in Hinterhöfe sehen kann, meinen Nachbarn im Rotlichmilieu, meine Nachbarin nackt auf der Liege, Fenster, Umfeld etc. Es geht nicht darum, dass auch <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog/allgemein/2010-08-14/pro-google-street-view" target="_blank">andere Daten online oder per Internet abrufba</a>r sind. Das springt zu kurz. Für mich geht es darum: möchte ich, dass alle diese Informationen bei einem privaten Konzern abrufbar sind. Ein privater Konzern, der in in finanzielle Schwierigkeiten kommen könnte. Dessen Mitarbeiter erpressbar sind. Der mit all diesen Daten, die eigentlich allen gehören, Geschäfte macht. Mit den <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-08/sich-selbst-hacken-google?page=all" target="_blank">Informationen</a>, wie ich mich in der virtuellen Realität bewege. Verbunden mit den Daten, was ich offline mache.</p>
<p>Menschen wie ich nutzen das Netz intensiv. Ich informiere mich über Dinge, die ich kaufen möchte, online. Treffe eine Vorauswahl. Schau mir Landkarten und Wege an. Drucke aus. Äußere mich politisch. Manchmal auch, gerade in Hinblick auf Militär, sehr kritisch. Aus all dem lässt sich etwas schließen, dass, würde sich unsere Gesellschaft aufgrund was weiß ich welcher Ereignisse weg von einer <span style="text-decoration: line-through;">pseudo</span>demokratischen zu einer diktatorischen, was mich und vielleicht auch mein Umfeld in Gefahr bringen könnte. Könnte. (wenn man sich erinnert, wie schnell GRÜNE bereit waren, die Friedenspolitk über den Haufen zuwerden und militaristische Sichtweisen äußern, dann weiß man, wie schnell sich Dinge ändern können). All diese Informationen, die mehr und mehr zusammenlaufen bei einem privaten Konzern.</p>
<p>Nicht Street View ist das Problem, ein schöner Dienst. Toll. Das Problem ist, dass es ein einziger Konzern ist, der all das heute anbietet. Oder kauft. Bzw. diese Dienste bei einem Dienst so stark genutzt werden, dass man durchaus von einem Monopol reden kann. Die Macht hat, wenn er will &#8211; und vielleicht einzelne Mitarbeiter wollen, Daten zu filtern, Ergebnisse zu verfälschen, so wie sie wollen. Völlig ohne Kontrolle. Ein Konzern, der im Rahmen von Street View nicht nur Fotos von Häusern macht, sonder parallel dazu &#8211; rein zufällig und ohne dass es irgendwer gemerkt haben will &#8211; die Daten aus WLANs gespeichert hat, die er kriegen konnte. Die Unmengen von Daten hat er über Jahre gespeichert und keiner hat es gemerkt. Wie glaubwürdig ist das denn? Und wenn so etwas schon nicht glaubwürdig ist &#8211; wie sollte ich einem solchen Laden vertrauen, dass er mit den von mir gespeicherten Daten sorgfältig umgeht,sie nicht verkauft, anderweitig wem auch immer zur Verfügung stellt?</p>
<p>Eigentlich seiner Macht bliebe uns nichts anderes übrig, <strong>als Google schnell einer demokratischen Kontrolle zu unterwerfen</strong>. Das scheint mir der einzige, sinnvolle Weg zu sein. Wenn ich mir allerdings anschaue, dass dies einer internationalen Vereinbarung bedürfte, dann, ja dann, weiß ich, dass dies mehr als illusorisch ist. Aber an der Notwendigkeit ändert das nichts.</p>
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		<title>Der Prozess gegen Jörg Tauss</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 10:13:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit dem 18. Mai 2010 wird gegen Jörg Tauss, ExMdB der SPD,  jetzt Piratenpartei wegen dem Besitz von Kinderpornografie vor dem Landgericht Karlsruhe verhandelt. Es ist viel geschrieben worden über diesen Prozess und seine Vorgeschichte. Ich habe selbst im Rahmen der damaligen Presseberichte dazu öffentlich mittels Pressemitteilungen als Bundestagskandidat Stellung genommen bzw. dazu gebloggt (hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem 18. Mai 2010 wird gegen <a href="http://www.tauss-gezwitscher.de/" target="_blank">Jörg Tauss,</a> ExMdB der SPD,  jetzt Piratenpartei wegen dem Besitz von Kinderpornografie vor dem <a href="http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Joerg-Tauss-vor-Gericht-Kinderporno-Prozess-in-Karlsruhe;art6066,404163" target="_blank">Landgericht Karlsruhe</a> verhandelt. Es ist viel geschrieben worden über diesen Prozess und seine Vorgeschichte. Ich habe selbst im Rahmen der damaligen Presseberichte dazu öffentlich mittels Pressemitteilungen als Bundestagskandidat Stellung genommen bzw. dazu gebloggt (<a href="http://www.joergrupp.de/20/jorg-tauss-privater-ermittler-von-eigenen-gnaden-pressemitteilung-vom-2009-03-11/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.joergrupp.de/16/ermittlungen-gegen-jorg-tauss-spd-pressemitteilung-vom-2009-03-08/" target="_blank">hier</a>). Interessant und erschreckend fand ich von Anfang an die Vorverurteilung, die fehlende Solidarität und Unterstützung seitens der SPD und das Auftretend er Staatsanwaltschaft, die meinem Eindruck nach alles getan hat, um Tauss in schlechtem Licht erscheinen zu lassen.</p>
<p>Kleine Episode am Rande: bei der 1. Mai-Feier 2009 in Ettlingen wurde mir seitens einiger SPD-Mitglieder Dank dafür ausgesprochen, dass ich mich so öffentlich geäußert hätte und für die Unschuldsvermutung eingetreten war. Mein Frage, warum denn seitens der SPD nichts gekommen wäre, blieb leider unbeantwortet.</p>
<p>Als Bundestagskandidat nimmt amn auch an gesellschaftlichen Ereignissen wie dem Fassanstich bei einem Straßenfest teil. Beim Ettlinger Straßenfest tat ich das auch &#8211; mehr aus der Idee heraus, dass es fahrlässig wäre, es nicht zu tun, als dass ich es tatsächlich sinnvoll fand. Dabei trug sich folgendes zu, was ich dann auch gegenüber Tauss&#8217;  Rechtsanwalt so per E-Mail beschrieben hatte:</p>
<blockquote><p>am letzten Samstag, beim Fassanstich zum Ettlinger Marktfest trug sich Folgendes zu:</p>
<p>ich war in meiner Funktion als Bundestagskandidat für die GRÜNEN beim Fassanstich zum Ettlinger Marktfest anwesend. Nach dem Fassanstich begrüßte ich Frau Büssemaker und plauderte kurz mit ihr. Sie sagte  während des Gesprächs auch, dass sie sich ja nicht mehr mit jedem sehen  lassen wolle. Ich fragte sie, wen sie meine, sie benannte Herrn Tauss.  Ich wies darauf hin, dass in diesem Staat ja die Unschuldsvermutung<br />
gelte und diese ein hohes Gut sei. Daraufhin meinte sie mir erzählen zu müssen, sie habe ja schon so viel darüber von der Polizei gehört und winkte dabei ab.</p>
<p>Ich frage mich nun, in welcher juristischen Funktion Frau Büssemaker aus Polizeikreisen Informationen zu einem laufenden Verfahren gegen einen Bundestagsabgeordneten erhält, gegen den bis dato noch nicht einmal die<br />
Immunität aufgehoben ist.</p>
<p>Diese Angaben bin ich gerne bereit, an Eides Statt zu bestätigen. Denn, selbst wenn etwas dran wäre an all den Vermutungen und Verdächtigungen &#8211; niemand hat das Recht, zum jetzigen Zeitpunkt ein Urteil zu fällen. Der Druck, der zur Rückgabe der Ämter und zur Aufgabe des Mandats geführt haben, ist ein glatter Bruch rechtstaatlicher Verfahren.</p></blockquote>
<p>Ich veröffentliche dies heute, weil an mich die Bitte herangetragen wurde, aus dieser Mail zitieren zu dürfen, auch mit Namensnennung. Ebenfalls hat mich heute ein Pressevertreter angerufen und mich zu den damaligen Stellungnahmen befragt. Ich halte es daher für angebracht, diesen Vorgang zu veöffentlichen &#8211; der in meinen Augen belegt, dass Stimmung gegen Jörg Tauss gemacht wurde. Das ist einem Rechtsstaat und der Funktion der Bundestagsabgeordneten als unabhängige Vertreter nicht angemessen und ich halte das für eine Gefahr für den Rechtsstaat.</p>
<p>Interessante Infos zum Verfahren auch in <a href="http://schrozberg.blogspot.com/2010/05/staatsanwaltschaft-doch-politisch.html" target="_blank">Schrozbergs Blog</a>.</p>
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		<title>Netzzugang ist BürgerInnenrecht</title>
		<link>http://www.joergrupp.de/771/netzzugang-ist-burgerinnenrecht/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 08:29:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der BGH hat geurteilt: Wer Fremde zukünftig ohne Kontrolle ins Internet lässt, haftet für das, was diese dort treiben. Salopp gesagt. Das ist fatal. Denn damit sind  Freifunkprojekte in Gefahr &#8211; die oftmals Lücken in der Versorgung mit Zugang zum Breitbandnetz schließen können, die anders nicht zu schließen sind.
Das Problem liegt offenbar an der Anonymität. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;Datum=Aktuell&amp;Sort=12288&amp;nr=51934&amp;linked=pm&amp;Blank=1" target="_blank">BGH hat geurteilt</a>: Wer Fremde zukünftig ohne Kontrolle ins Internet lässt, haftet für das, was diese dort treiben. Salopp gesagt. Das ist fatal. Denn damit sind  <a href="http://start.freifunk.net/" target="_blank">Freifunkprojekte</a> in Gefahr &#8211; die oftmals Lücken in der Versorgung mit Zugang zum Breitbandnetz schließen können, die anders nicht zu schließen sind.</p>
<p>Das Problem liegt offenbar an der Anonymität. Dies ist ein gewichtiges Argument, denn wenn man pauschal die bspw. von der CDU immer wieder gewählte Floskel des &#8220;rechtsfreien Raums&#8221;, den es &#8220;nicht geben dürfe&#8221; wegwischt mit dem Argument, die Gesetze würden auch im Internet gelten. Das ist solange richtig, wie man <strong>im Bedarfsfall</strong> nachweisen kann, wer was tut im Netz. Wenn es Menschen gibt, die Handlungen im virtuellen Raum ausführen, die Gesetze brechen &#8211; abseits der Frage nach der Sinnhaftigkeit mancher Gesetze &#8211; so muss der/die TäterIn ausfindig zu machen sein. Wie im Real Life wie man so schön sagt. Nicht grundsätzlich im Voraus, also präventiv, sondern bei oder nach begangener Tat. Das heißt, über den Zugang muss nachvollziehbar sein, wer da grad online ist. Für mich zunächst mal nachvollziehbar. Im &#8220;richtigen Leben&#8221; macht man das ja genauso &#8211; zumindest bei uns: man kommt auf die Welt, wird registriert, in eine Datei aufgenommen und heutzutage bekommt ja schon mit der Geburt seine Steuer-ID &#8211; und ist im Fall der Fälle identifizierbar. Denn es besteht eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Personalausweis_(Deutschland)#Ger.C3.BCchte_und_Legenden" target="_blank">Ausweispflicht</a>, allerdings keine Mitführpflicht des Personalausweises. Und das wird in den unterschiedlichen Ländern <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ausweispflicht" target="_blank">unterschiedlich</a> gehandhabt.</p>
<p>Allerdings ist in meinen Augen der Zugang zum Internet via Breitband ein Grundrecht, dass der Staat notfalls erfüllen muss. Wo er es nicht schafft, ist Selbsthilfe notwendig und selbstverständlich &#8211; es gibt unzählbare private Initiativen, die die Arbeit des Staates da erledigen, wo er nicht kann oder will. Mein eigenes Projekt<a href="http://www.schulpakete.de" target="_blank"> Schulpakete</a> ist ein Beispiel dafür. Und ähnlich ist es mit Breitbandzugang. Abseits der von der Kanzlerin erkannten Problematik &#8220;Zugang in ländlichen Gebieten&#8221;, finden sich doch auch andere Hindernisse. Der profanste ist Geld. Es gibt Menschen, die können sich entweder einen Zugang nicht leisten oder bekommen keinen. Aber gerade die, die ihn dann am dringendsten benötigen, bekommen ihn nicht. Schlimmer noch, sie <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/job/gerichtsurteil-pc-ist-fuer-hartz-iv-empfaenger-nicht-notwendig-1565673.html" target="_blank">bekommen ihn auch nicht bezahlt</a>. Man mag in dem verlinkten Urteil mit Recht kritisieren, dass die Dame auch noch den EDV-Kurs wollte, aber PC und Netzzugang sollten dazu gehören, wenn man möchte, dass sie Gelegenheit hat, sich zu bewerben. Dass sie sich leichter tut, wenn sie frei darüber entscheiden kann, wann sie im Netz unterwegs ist und nach Stellen sucht. Weil Stellensuche auch Arbeit ist und man auch für den Frust, der mit dem Nichtfinden von passenden Stellen einhergeht, gewappnet sein muss und vielleicht auch gerne in aller Stille auf eine Absage hin &#8220;Scheiße&#8221; rufen möchte &#8211; in der Stadtbibiliothek schlicht unmöglich.</p>
<p>Das Internet und seine Nutzung stellt uns vor eine Reihe neuer Aufgaben. Sie mit den Regeln des Offline-Lebens zu beantworten ist schlicht naiv. Das fängt beim Jugendmedienstaatsvertrag an, wo man meint, man könne Webseiten zu bestimmten Uhrzeiten abschalten lassen, wo doch überall auf der Welt unterschiedliche Zeiten herrschen bis hin zu der Idee, man könne mit Stoppschildern den Zugriff auf Seiten einschränken. Es bedarf neuer Antworten. Selbstregulierung könnte die Lösung sein. Netzwerk&#8221;karten&#8221;, die eindeutig identifizierbar sein können &#8211; als eine Art Ausweis. Internetpolizei. Overheadaccounts. Die größte Herausforderung ist diejenige, freien Zugang zu gewähren ohne dabei aus den Augen zu verlieren, dass Anonymität so überhand nimmt, dass eine Strafverfolgung im Bedarfsfall nicht mehr möglich ist.  Bei allem Verständnis nach dem Wunsch und dem Bedarf der Anonymität. Aber an Anarchie als Staatsform glaube ich schon lange nicht mehr. Denn es gibt Menschen, die diese Anonymität ausnutzen. Die Balance zwischen dem Wunsch nach größtmöglicher Freiheit und bestmöglichem Schutz &#8211; sie Bedarf im Netz neuer Antworten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Netzsperren &#8211; die CDU rudert zurück</title>
		<link>http://www.joergrupp.de/750/netzsperren-die-cdu-rudert-zuruck/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 09:07:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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		<category><![CDATA[Netzpolitik und Datenschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Interessante Ansichten zum Thema &#8220;Netzsperren&#8221; bietet die CDU derzeit:
Der Karlsruher MdB Wellenreuther spricht sich in den BNN vom 14.04.2010 (PDF-Datei, 117 kb) erneut für Netzsperren aus. Und wieder kommen die alten, falschen Argumente, die letztes Jahr im Wahlkampf angeführt worden sind:
&#8220;Das Gesetz, das den Zugriff auf Kinderpornografie im Internet erschweren soll, ist seit Februar in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessante Ansichten zum Thema &#8220;Netzsperren&#8221; bietet die CDU derzeit:</p>
<p>Der Karlsruher MdB Wellenreuther spricht sich in den <a href="http://www.joergrupp.de/wp-content/uploads/2010/04/1281002003_103102.pdf" target="_blank">BNN vom 14.04.2010</a> (PDF-Datei, 117 kb) erneut für Netzsperren aus. Und wieder kommen die alten, falschen Argumente, die letztes Jahr im Wahlkampf angeführt worden sind:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Gesetz, das den Zugriff auf Kinderpornografie im Internet erschweren soll, ist seit Februar in Kraft. Nun müsse es auch genutzt werden, so Wellenreuther: „Es leistet immerhin einen gewissen Beitrag im Kampf gegen Kinderpornografie im Internet und ist aufgrund des Grundsatzes ‚Löschen vor Sperren’ auch verhältnismäßig.“&#8221;</p></blockquote>
<p>Es werden die falschen Bahauptungen der &#8220;200 neuen Bilder pro Tag&#8221; wiederholt und die Forderung an die FDP erneuert, dieses Gesetz endlich zuzulassen. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hatte das Gesetz aufgrund seiner in einer breiten gesellschaftlichen Debatte im Jahr 2009 dokumentierten Mängerl und Gefahr der Installation einer Zensurinfrastruktur im letzten Jahr<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,655565,00.html" target="_blank"> gestoppt</a>. Jetzt tauchen die alten Forderungen wieder auf, als wäre nichts gewesen. Entweder hat Welenreuther die Debatte nicht mitbekommen oder die CDU sieht tatsächlich die Notwendigkeit einer Zensur als so notwendig an, dass sie diese Debatte erneut vom Zaun brechen will.</p>
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		<title>vom Kauf einer CD</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 19:06:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[GRÜNEs]]></category>
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		<category><![CDATA[STeuerhinterziehung]]></category>
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		<description><![CDATA[Da sind sie wieder, die Daten-CDs. Gefürchtet und geliebt, je nach Standpunkt. Und, endlich gibt es eine Debatte darüber, ob sie gekauft werden soll(en).
Es geht um Millionen, wenn nicht Miliarden an Steuergeldern. Schwarz erarbeitet oder sonstwie am Fiskus vorbei geschafft. Und einbezahlt auf ein Schweizer (oder Lichtensteiener oder xyz) Nummernkonto. Das ist für die, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sind sie wieder, die Daten-CDs. Gefürchtet und geliebt, je nach Standpunkt. Und, endlich gibt es eine <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/steuersuender112.html" target="_blank">Debatte</a> darüber, ob sie gekauft werden soll(en).</p>
<p>Es geht um Millionen, wenn nicht Miliarden an Steuergeldern. Schwarz erarbeitet oder sonstwie am Fiskus vorbei geschafft. Und einbezahlt auf ein Schweizer (oder Lichtensteiener oder xyz) Nummernkonto. Das ist für die, die nicht wie Michael Schuhmacher und Konsorten ins Ausland ziehen wollen und sich so legal um ihre Steuerpflicht drücken. Dort liegt es jetzt. Sicher dahtn sie alle bisher. Doch das ist vorbei.</p>
<p>Seit Anfang 2008 das Haus des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Zumwinkel" target="_blank">Klaus Zumwinkel</a> durchsucht wurde, ist die Welt nicht mehr so wie war. Nun kommt man ran, an die verschobenen Steuermillionen.</p>
<p>Aber soll man das. Ist der &#8220;<a href="http://www.welt.de/themen/Datenklau/" target="_blank">Datenklau</a>&#8221; denn tatsächlich falsch? Oder muss man den Steuersündern endlich auf diese Art und Weise das Handwerk legen?</p>
<p>Ich bin da gespalten. Ein wenig. Einerseits sehe ich, dass schon die Ankündigung, diese CDs zu kaufen, zu einer waren <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,677826,00.html" target="_blank">Selbstanzeigenwelle</a> führt. Das ist interessant. Und selbstverständlich freut es den Steuerzahler, wenn diejnigen, die dem Staat an einem Tag mehr Steuern entziehen als ein unwilliger Hartz-IV-Empfänger in seinem ganzen (Nichtarbeits-)Leben (40 Jahre) als Stütze kassiert, nun anfangen zu schiwtzen und lieber nachzahlen. Häme. Bin ich ja in dem Fall auch nicht ganz frei von. Aber will ich in einem Staat leben, der so agiert? Selbst wenn es um die Erkenntnisse aus einem Gesetzesbruch geht? Und in dem wirkungsvolle Maßnahmen ausbleiben, zukünftig weitere Fälle von Steuerhinterziehung zu verhindern?</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,677872,00.html" target="_blank">Frankreich</a> macht es vor. Dort werden französische Unternehmen, die Geschäfte in den &#8220;Steuerparadiese genannten Ländern   machen, ab März deutlich stärker besteuert. Das hält noch niemanden davon ab, seine Schwarzgelder auf die Caymans zu überweisen &#8211; aber es ist ein Schritt. Bei uns dagegen werden die Steuern gesenkt &#8211; bzw. sollen es noch. In <a href="http://www.cl-netz.de/foren/cl.politik.allgemein/Steuerfahnder-Affaire-Hessen-62369.html" target="_blank">Hessen</a> werden erfolgreiche Steuerfahnder zuerst für verrückt erklärt und dann entlassen.</p>
<p>Und dann ist da mein zentraler Knackpunkt. Ich halte Datenschutz für ein Grundrecht. Jeder hat das Recht darauf, dass seine Daten geschützt sind. Auch Daten, die Auskunft über illegale Machenschaften. Für mich ist dieser Kauf wie eine Hausdurchsuchung in einem ganten Häuserblock. Denn wer sagt denn, dass sich auf der CD nur die schon vorsirtierten Daten von illegal ins Ausland geschafften Geldern ist. Und nicht auch Kontoinformationen, die ganz legal zustande gekommen sind. Soll es ja auch geben.</p>
<p>Insofern ist die Abwägung schwierig. Und bedarf der weiteren Diskussion. Ganz einig bn ich mir noch nicht. Zuerst dachte ich auch: Klar, kauft das Ding. Schnappt sie Euch, die Steuerhinterzieher, die fiesen. Zwischenzeitlich sehe ich das differenzierter. Grundsätzlich finde ich aber, dass es gar nicht zu dieser Situation kommen darf. Mehr Steuerfahnder. Mehr Kontrollen. Mehr Personal.</p>
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		<title>Axel wer?</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 07:38:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja, das wäre auch mein Thema im Blog gewesen. Aber Jörg Tauss hat mir im &#8220;taussgezwitscher&#8221; schon die Arbeit abegnommen und hervorragend zusammengestellt, wie die Ernennung des MdBs Axel E. Fischer, Wahlkreis Karlsruhe-Land, als (vermutlicher) Vorsitzender einer Enquetekommission, mit der sich die CDU auf die Internet&#8221;szene&#8221; zubewegen möchte, zu werten ist. Nun, dann brauchen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das wäre auch mein Thema im Blog gewesen. Aber Jörg Tauss hat mir im &#8220;taussgezwitscher&#8221; schon die Arbeit abegnommen und hervorragend zusammengestellt, wie die Ernennung des MdBs Axel E. Fischer, Wahlkreis Karlsruhe-Land, als (vermutlicher) Vorsitzender einer Enquetekommission, mit der sich die CDU auf die Internet&#8221;szene&#8221; zubewegen möchte, zu werten ist. Nun, dann brauchen wir uns um Konkurrenz in der Netzpolitik durch die CDU keine großen Gedanken machen. Dank an Jörg Tauss für die <a href="http://www.tauss-gezwitscher.de/?p=234" target="_blank">hervorragende Arbeit</a>.</p>
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		<title>Mein Fazit einer Debatte</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 07:38:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In machen Diskussionen gibt es unvereinbare Positionen. Jede Seite hat ihre Meinung und lässt sich nur schwer oder gar nicht von der Gegenseite überzeugen. Das ist nicht weiter tragisch &#8211; solange beide Seiten die jeweils andere Meinung respektieren. Das setzt voraus, dass einigermaßen nachvollziehbare Argumente eingebracht werden. Und es setzt voraus, dass die Diskutanten dazu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In machen Diskussionen gibt es unvereinbare Positionen. Jede Seite hat ihre Meinung und lässt sich nur schwer oder gar nicht von der Gegenseite überzeugen. Das ist nicht weiter tragisch &#8211; solange beide Seiten die jeweils andere Meinung respektieren. Das setzt voraus, dass einigermaßen nachvollziehbare Argumente eingebracht werden. Und es setzt voraus, dass die Diskutanten dazu wenigstens im Ansatz bereit sind.</p>
<p>Mein etwas polemischer <a href="http://www.joergrupp.de/583/die-waffenlobby-hat-gewonnen/" target="_blank">Artikel</a> über die Verstöße bei Waffenkontrollen vom November hat knapp 200 Kommentare (meine eigenen Antworten inbegriffen) hervorgerufen. Es fühlten sich vorwiegend Waffenbesitzer (es gibt keinen Grund, das zu gendern, es war keine Waffenbesitzerin dabei) dazu berufen, mir zu antworten (und mich teilweise auch zu beschimpfen).</p>
<p>Die Fragen, die sich mir vor dem Einstellen des Artikel bewogen haben, bleiben dabei großteils ungeklärt. Neue Fragen sind aufgeworfen worden, auf die ich auch nicht zu 100% Antworten habe.</p>
<p>Schlimm finde ich, daran hätte ich vor dem Artikel nicht zu glauben gewagt, dass man tatsächlich meint, dass Tim K.&#8217;s Vater genügend bestraft wäre, weil sein Sohn tot ist und er von Winnenden wegziehen musste &#8211; daher keine Verurteilung mehr notwendig wäre. Ich finde schon, dass, wenn seine Schuld bewiesen werden kann, dass er seinem Sohn Zugang zu der Tatwaffe verschafft hat und ihm tatsächlich noch Munition in großer Menge gekauft hat, wie es z. B. <a href="http://www.wz-online.de/?redid=628300" target="_blank">hier</a> nachzulesen ist), sollte er bestraft und verurteilt werden. Ob er dafür ins Gefängnis sollte, steht auf einem anderen Blatt, hier könnte man tatsächlich mit &#8220;genug gestraft&#8221; argumentieren. Aber ich bin ja kein Strafrichter&#8230;</p>
<p>Ein bißchen lächerlich finde ich immer den Vergleich von Waffen mit Küchenmessern, Motorrädern oder Autos. natürlich könnte man auch mit einem Auto Amok laufen (bzw. fahren). Der Amoklauf mit Schusswaffen hat eine ganz andere Qualität &#8211; und das nicht nur für mich. Kaum anders ist die hohe Aufmerksamkeit zu erklären, die Amokläufe mit Schusswaffen nach sich ziehen. Das ist nicht wegzudiskutieren. Hier trägt für mich tatsächlich der Vewendungszweck schwerer. Waffen sind für mich nach wie vor keine Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Ich kann aber die Faszination des Schießens nachvollziehen. Täte ich es, würde es mir sicherlich auch Spaß machen. Aber ich find es <strong>für mich</strong> nicht angemessen, eine Waffe zum Sport ausüben zu benutzen. Und auch zum Jägertum habe ich ein zwiespältiges Verhältnis.</p>
<p>Ziemlich <span style="text-decoration: line-through;">bescheuert</span> unangemessen finde ich den Hinweis auf die illegalen Waffenbesitzer. Illegaler Waffenbesitz wird verfolgt und ist strafrechtlich bewehrt. Dass jemand, der illegitim eine Waffe in Besitz hat, wird sich überlicherweise auch nicht um die ordentliche Aufbewahrung kümmern. Darum gings ja auch gar nicht.</p>
<p>Sehr erschreckend finde ich auch, dass die Mehrheit der Waffenbesitzer offenbar keinen Zusammenhang zwischen dem (meiner Meinung nach) verantwortungslosen Umgang mit der Aufbewahrungspflicht durch den Vater des Amokläufers und den Pressemeldungen, die ja Anlass für den Artikel waren, sieht. Ich habe aber gelernt, dass mancher Verstoß tatsächlich mehr Aufmerksamkeit bekommt, als es notwendig wäre. Insofern wäre es wünschenswert, würden über diese Verstöße differenzierter berichtet. Dabei bleibt aber auch außen vor, dass die Kontrollen immer angekündigt waren.</p>
<p><strong>Und hier ist eigentlich mein größter Knackpunkt</strong>: wenn ich in Sachen Überwachung im Zusammenhang mit Terrorakten gegen Rasterfahndung, gegen Nacktscanner, gegen Vorratsdatenspeicherung, gegen Überwachungskameras bin, also die Freiheit höher schätze als die Notwendigkeit des Schutzes, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als den Argumenten der Waffenbesitzer zu folgen, die sagen, dass die absolute Mehrzahl der Waffenbesitzer verantwortungsvoll mit ihren Waffen umgeht und sie korrekt aufbewahrt. Und genauso wenig, wie man für falsches Parken den Führerschein entzogen bekommen kann, muss auch im Waffenrecht bei leichten Verstößen die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben.</p>
<p>Es gibt Dinge im Waffenrecht, die ich geändert haben möchte. Dazu gehört die Ausnahmeregelung bei der Alterbeschränkung. Und dazu gehört eine schärfere Auslegung der Zuverlässigkeit. Und eine bessere Kontrolle. Nicht nur anlassbezogen. Das bringt der Umgang mit gefährlichen Gegenständen mit sich. Und das halte ich weiterhin für legitim. Ebenso finde ich &#8211; und das hat sich im Laufe der Debatte auch geändert &#8211; dass Waffen in Privathaushalten verbleiben können. Ich möchte das zwar nicht &#8211; das hat sich nicht geändert &#8211; aber das ist in diesem Fall nicht maßgeblich. Es ist auch kein Ziel mehr, das ich verfolge. Woran ich festhalte ist, dass Munition nicht an Privatpersonen ausgegeben werden sollte. Hier sollte eine Vergabe erfolgen, wie sie bspw. bei Medikamenten, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, erfolgen. Ausgabestelle könnten die Schützenvereine sein, die für entsprechende sachkundige Personen zu sorgen haben. Das würde ich für angemessen halten.</p>
<p>Ich wünsche mir, dass sich Waffenbesitzer untereinander stärker kontrollieren, nicht wegschauen bei offensichtlichen Verstößen, wie beispielsweise der belegte Zugang Tim K.&#8217;s zu nicht altersgemäßen Waffen. Kein Mensch kann mir erzählen, dass das niemand mitgekriegt hat.</p>
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		<title>Grüne (und) Piraten</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 11:05:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor kurzem habe ich es schon getwittert: manche GRÜNE reagieren mit beinahe den gleichen Reflexen auf die Piraten wie die SPD auf die Linke. Ich empfand es im Wahlkampf als anmaßend, als man Piratenwählern eintrichtern wollte, dass sie letztendlich nur die CDU und FDP stärken würden, wenn sie ihre Partei wählen würden statt GRÜNE. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem habe ich es schon getwittert: manche GRÜNE reagieren mit beinahe den gleichen Reflexen auf die Piraten wie die SPD auf die Linke. Ich empfand es im Wahlkampf als anmaßend, als man Piratenwählern eintrichtern wollte, dass sie letztendlich nur die CDU und FDP stärken würden, wenn sie ihre Partei wählen würden statt GRÜNE. Und das wir das sowieso besser könnten.</p>
<p>Dabei liegen die Versäumnisse doch bei uns. Nicht erst seit gestern wird die Gängelung von FilesharerInnen durch die Medienmächte &#8211; Film- und Musikindustrie debattiert. Aber erst mit dem Aufkommen des sog.<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Web_2.0" target="_blank"> Web 2.0</a> &#8211; der Rückkehr des Netzes in ein nicht zu kontrollierendes Kommunikationsmedium, indem zunehmend Vernetzung von Bürgern stattfand, Inhalte, Kommentare und Gegenöffentlichkeit zu den von den großen Medien verbreiteten Meinungen aufkam. Die Versuche des Innenministers, mit Vorratsdatenspeicherung und dem Bundestrojaner seinen eigenen Verschwörungstheorien Herr zu werden, wurde es zusehends klarer, dass diese Politik eine fachlich versierte Gegenöffentlichkeit braucht.</p>
<p>Mit dem Erfolg der schwedischen Piraten bei der Europawahl begann der Siegeszug in Deutschland. Danach das Zensurgesetz von Ursula von der Leyen, die Abstimmung und fatale 15 Enthaltungen seitens der GRÜNEN. <em><strong>(Ja, ich weiß, das ist jetzt alles stark verkürzt, aber mir gehts jetzt weniger um eine historische Betrachtung, sondern um die Folgen). </strong></em>In<em><strong> </strong></em>der Wahlkampfendphase vor der Bundestagswahl dann bis zu 80 Eintritte pro Tag bei den Piraten. Alles in allem eine Erfolgsgeschichte &#8211; aus dem Nichts (Ende 2008 noch knapp 1000 Mitglieder) hin zur siebtgrößten Partei in Deutschland.</p>
<p>Die grünen Versäumnisse begannen schon mit dem <a href="http://www.gruene-partei.de/cms/files/dokbin/273/273696.090303_entwurf_bundestagswahlprogramm.pdf" target="_blank">Programmentwurf</a> für das Bundestagswahlprogramm. Zum Thema Internet fand sich erschreckend wenig Substantielles, zu Überwachung im Kapitel Bürgerrechte ein bißchen was. Erst im 13. Kapitel räumte man dem Internet Raum ein &#8211; mit durchaus richtigen Ansätzen. Aber wahrnehmbar war das soweit hinten für viele nicht mehr &#8211; und sagt ja auch viel über den <strong>Stellenwert</strong> dieses Themas aus. Internetaktivisten wie <a href="http://www.zeitrafferin.de" target="_blank">Julia Seeliger</a> wurden von vielen eher belächelt.</p>
<p>Aus diesem Versäumnis nun einen Anspruch auf: &#8220;wir können das besser&#8221; oder &#8220;wir fordern das ja schon lange&#8221; zu formulieren, halte ich für völlig unangebracht. Denn Fakt ist wohl, dass es den Piraten gelungen ist, Menschen für Politik zu interessieren, denen das vorher mehr oder wenig völlig egal war. Sie haben Menschen begeistert, bei denen uns das vorher nicht gelungen war und um die wir uns in der Form auch nicht bemüht hatten. Die vielleicht auch parallel dazu von unserer Etablierung im Parteiensystem nicht angetan waren. Die was Neues wollten. Dazu einige, die schon lange eine Alternative zu den GRÜNEN suchten. Aber auch welche, die eine Alternative zur FDP suchten &#8211; oder gar zur SPD.</p>
<p>Interessant war auch, dass man den Piraten ihre überwiegend männlichen Mitglieder vorhielt. Ich bin überzeugter Gender Mainstreamer &#8211; und finde, dass wir für uns mit Quoten und Parität einen guten Weg gefunden haben, mit dem Ungleichgewicht der Geschlechter umzugehen. Aber deshalb können wir doch anderen Parteien nicht unseren Weg aufpropfen &#8211; noch dazu so oberlehrerhaft, wie das teilweise geschah. Und eines ist gewiss &#8211; ITler sind von Männlein-Weiblein-Debatten eher genervt &#8211; und die Piraten in diesem Punkt (uns interessiert das nicht) zunächst mal glaubwürdig. Natürlich wären mehr Frauen wünschenswert &#8211; wenn sie es selbst so sehen. Der Hammer kommt dann, wenn man ihnen indirekt vorwirft, dass sie bei ihrer Angabe von <span style="text-decoration: line-through;">13%</span> 9% JungwählerInnen unterschlagen, dass sie von überwiegend Männern gewählt wurden. Wie wenn das schlecht wäre. Und sie hatten ja davor schon betont, dass das kein Thema für sie ist. Also, so gewinnt man die nicht für sich.</p>
<p>Gewinnen kann man nur, wenn man die Problematik ernst nimmt. Wenn man ihren Themen die Relevanz einräumt, wie sie für ihre WählerInnen interessant ist &#8211; und nicht erst in Kapitel 13 des Wahlprogramms. Es sind nicht &#8220;unsere Stimmen&#8221;, es sind ihre. Denn sie haben sie gewonnen &#8211; und wir nicht. Wir müssen an unserer Netzpolitik etwas ändern, sie nach vorne bringen. Wir haben mit <a href="http://www.malte-spitz.de/" target="_blank">Malte Spitz</a> jemanden im Bundesvorstand, der diese Thema adäquat umsetzen kann &#8211; ich hoffe nur, er hat die Macht, es auch weiter nach vorne zu bringen. Kompetenz bringt er sicher in die Partei &#8211; und ist auch schon dabei, sich einzubringen. Schade, dass Julia Seeliger durch ihren Job bei der taz nicht weiter aktiv sein kann&#8230;.Und unseren neuen, jungen Abgeordneten wird in diesem Themengebiet auch hoffentlich genügend Raum eingeräumt &#8211; und auch Gehör und Präsenz verschafft. Bevor sich Jürgen Trittin zum Netz äußert, hoffe ich was von Agnieszka Maczak zu hören &#8211; von wegen Kompetenz und so.</p>
<p>Und die Piraten? Die sollte man jetzt einfach mal machen lassen. Sie sind mit Strukturaufbau beschäftigt, damit, die Enttäuschung zu überwinden, doch nicht in den Bundestag eingezogen zu sein, sie müssen Ihr Haltung zu Themen finden, <span style="text-decoration: line-through;">die nicht nur was mit dem Internet und dem PC zu tun haben</span> (ok, schon die erste Anmerkung &#8211; ich kenn das Programm nicht in jedem Detail, es sollte daher besser heißen: die über das hinausgehen, was sie bislang programmatisch erarbeitet haben), sich selbst bereinigen, ihr Verhältnis zur rechten Szene klären, denn da sind sie schlicht unpolitisch, müssen aufpassen, dass sie nicht von wem auch immer instrumentalisiert werden undundund. Mal sehen, ob sie zur Landtagswahl in Baden-Württemberg antreten und ob sie die 4 Jahre bis zur nächsten Bundestagswahl schaffen &#8211; auch in der Aktivität. Sie bleiben mir symphatisch &#8211; aber sie sind auch nicht meine Partei. Ich freue mich, wenn ich als &#8220;Pirat bei den Grünen&#8221; bezeichnet werde &#8211; aber ich bin ein Grüner bei den GRÜNEN &#8211; und werde das auch bleiben.</p>
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		<title>im Land der Lügen</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 22:36:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Polemik(?)
Ich bin zornig, erschrocken, betroffen. Vor allem zornig. Im nachfolgenden Video kann man Ursula von der Leyen (CDU), Familienministerin, 7-fache Mutter auf einer Wahlkampfveranstaltung in Sulzbach/Saar hören. Wer sie nicht oder nicht alles versteht, kann hier nachlesen, was sie gesagt hat.

Es gibt vieles in diesem Vortrag, das angreifbar ist, inhaltlich angreifbar. Ich habe schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Polemik(?)</p>
<p>Ich bin zornig, erschrocken, betroffen. Vor allem zornig. Im nachfolgenden Video kann man Ursula von der Leyen (CDU), Familienministerin, 7-fache Mutter auf einer Wahlkampfveranstaltung in Sulzbach/Saar hören. Wer sie nicht oder nicht alles versteht, kann <a href="http://negraszus.wordpress.com/2009/08/18/v-d-leyen-rede-17-8-09/" target="_blank">hier</a> nachlesen, was sie gesagt hat.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PCt1DI5dBTI&amp;eurl" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/PCt1DI5dBTI&amp;eurl"></embed></object></p>
<p>Es gibt vieles in diesem Vortrag, das angreifbar ist, inhaltlich angreifbar. Ich habe schon ziemlich viel <a href="http://www.joergrupp.de/149/letztes/" target="_blank">an dieser Stelle</a> dazu geschrieben.</p>
<p>Wenn man verstehen will, warum sie das tut, muss man sich vor allem klar machen, wie sie das tut. Daher habe ich den Video verlinkt, damit man es hört, nicht nur liest. Sei tut es rhetorisch geschickt, gut, Spannungsbögen, laut, leise, Pausen. Sie simuliert Betroffenheit, sie tut so, als wäre durch sie endlich was getan worden. Ausgerechnet.</p>
<p>Wichtig ist aber, zu begreifen, was da los ist. Da wird ein Thema für den Wahlkampf benutzt, da wird mit dem Leid von Kindern gespielt, Kindern, denen Schreckliches angetan wurde. Und sie macht keinen Wahlkampf damit, diesen Kindern helfen zu wollen. Nein, sie verteidigt eine Maßnahme, von der alle, die sich auskennen, sagen, dass sie völlig sinnlos, ja gefährlich ist.</p>
<p>Aber was tut sie noch? Sie sagt:</p>
<blockquote><p>Noch mehr habe ich den Schlingerkurs der Linken miterlebt beim Thema Bekämpfung der Kinderpornografie im Internet.</p></blockquote>
<p>und</p>
<blockquote><p>Und dann sage ich den Linken ganz deutlich: Ihr traut diesem Land nichts zu!</p></blockquote>
<p>Ja, Ursula von der Leyen. Wir kennen diese Botschaft. Aber um Kinderpornografie zu verhindern, muss man die Produzenten schnappen, stellen. Aber das wird nicht zu 100% klappen. Viele Bilder, Filme, Texte stammen aus dem Missbrauch, der immer noch überwiegt. Über 90% der Missbräuche finden in Familien statt, Vater missbraucht Tochter, Mutter missbraucht Sohn und umgekehrt, manchmal sind es beide gemeinsam, manchmal sind Großeltern, Tanten, Onkel, Nachbarn beteiligt. Niemand wird das verhindern können, niemand wird verhindern können, dass Bilder/Filme davon ins Netz gestellt werden. Man kann es eindämmen. Möglicherweise. Dazu bedarf es Polizeiarbeit. Dazu muss Polizei besser ausgestattet werden, besser bezahlt. Das obliegt derzeit überwiegend CDU-Innenministern. Dazu gibt es keine Vorstöße von der CDU oder Frau von der Leyen. Dazu müssen die Jugendämter besser besetzt und ausgestattet werden. Auch hier ist überweigend die CDU verantwortlich. Dazu bedarf es mehr Kindergartenplätze und  ErzieherInnen, die entsprechend geschult sind. LehrerInnen, Ärzte. Das kostet Geld, riesige Investitionen in Infrastruktur und Personal sind notwendig. Es bedarf internationaler Zusammenarbeit, Schaffung internationaler Standards. Dazu gibt es keine Vorstöße von Frau von der Leyen.</p>
<p>Dafür gibt es eine nicht wirksame Maßnahme und es gibt Schelte an der Linken, nicht der Linkspartei, sie sagt &#8220;die Linke&#8221;. Das sind alle, die nicht in der FDP, der CDU/CSU und der NPD oder der PBC sind. Schlingerkurs wird &#8220;uns&#8221; vorgeworfen. Letztendlich sagt sie: die wollen das nicht. Die denken, das geht nicht. Die haben aufgegeben, aber wir, wir von der CDU, wir stemmen uns dem entgegen. Wenn sie es denn wenigstens tun würde. Aber sie tut es nicht. Sie lügt. Deutlich, klar, mit voller Absicht. Und missbraucht diese armen Kinder für ihr Wahlziel. Das ist ekelhaft.</p>
<p>Wer unentschlossen ist, ob er oder sie wählen soll, der sollte es nach diesem Vortrag nicht mehr sein. Diese Demagogen dürfen nicht weiter regieren. Wählt  vor allem GRÜN, SPD, wählt Piraten, wählt Linke. Keine CDU/CSU, keine FDP &#8211; die Partei, die <a href="http://www.daten-speicherung.de/index.php/fdp-will-hessische-polizei-aufruesten/" target="_blank">Freiheit gerade in Hessen abzuschaffen</a> sucht. Diese Menschen lügen wie dereinst Roland Koch, der auch Parteispenden mit jüdischen Erbe verschleiern wollte. Ihnen ist nichts heilig, gar nichts. Schickt sie heim. Sie haben keinen Tropfen Ehrgefühl im Leib und sind eine Gefahr für diese Demokratie. Wählt.</p>
<p><strong>Update:</strong> nur ausgewählte Pressevertreter dürfen über Ursula von der Leyen berichten: <a href="http://www.spiegel.de/video/video-1017806.html" target="_blank">Spiegel TV</a></p>
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