<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Blog GRÜN-(p)puR &#187; Datenschutz</title>
	<atom:link href="http://www.joergrupp.de/tag/datenschutz/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.joergrupp.de</link>
	<description>ein grünes Blog für Karlsruhe, drumherum und die große, weite Welt</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Sep 2010 16:43:04 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>die Welt in einem Konzern</title>
		<link>http://www.joergrupp.de/887/die-welt-in-einem-konzern/</link>
		<comments>http://www.joergrupp.de/887/die-welt-in-einem-konzern/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 18:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik und Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenkrake]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerne]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschine]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joergrupp.de/?p=887</guid>
		<description><![CDATA[Die letzten Tage erlebe ich einen Medien-Hype um Google Street View. Bis der Konzern vor wenigen Tagen ankündigte, dss der neue Dienst Ende 2010 starten wird, habe ich die Nachrichtenlage eher als kritisch eingestuft. Nun wendet sich langsam das Blatt. Eine ganze Reihe von Blättern, von Spiegel bis Stern sprechen sich für Street View aus. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzten Tage erlebe ich einen Medien-Hype um Google Street View. Bis der Konzern vor wenigen Tagen ankündigte, dss der neue Dienst Ende 2010 starten wird, habe ich die Nachrichtenlage eher als kritisch eingestuft. Nun wendet sich langsam das Blatt. Eine ganze Reihe von Blättern, von Spiegel bis Stern sprechen sich für Street View aus. Auch die <a href="http://taz.de/1/archiv/detailsuche/?tx_hptazsearch_pi1[search_term]=google+street&amp;tx_hptazsearch_pi2[submit_button].x=0&amp;tx_hptazsearch_pi2[submit_button].y=0" target="_blank">taz</a> berichtet zwischenzeitlich eher positiv darüber.</p>
<p>Ich halte allerdings die Freude über die Usability dieses Dienstes für den falschen Ansatz, wenn man bewerten möchte, was da gerade passiert &#8211; was passiert, seit es Google überhaupt gibt.</p>
<p>Ich bin seit 1996 online, ich kenne das Netz aus der Zeit vor Google. Ich weiß um den Komfort und die Verbesserung der Suchergebnisse, seit googeln ein Synonym für &#8220;im Netz suchen&#8221; geworden ist. Ich erinnere mich an Glaubensfragen, ob jetzt Yahoo oder Lycos besser waren oder sind, ob man Web.de benutzen soll. Erinnere mich an meinen ehemaligen Arbeitgeber AOL Deutschland, der ja mit seinem proprietären Webzugang ähnlich wie Google heute versucht hat, einen eigenen Filter vors Netz zu setzen. Denn nichts anderes tut Google: es bietet eine ganze Reihe von Diensten an, die das Netz nach den Krierien, die Google erstellt (hat), das Netz filtern. Nichts anders tut jede Suchmaschine. Google tut das offensichtlich so, dass die Ergebnisse für den Anwender &#8220;gut&#8221; sind &#8211; man findet &#8220;mehr&#8221;, höre ich immer wieder &#8211; und meine eigene Erfahrung ist ähnlich. Aber ist es nicht so, dass Webprogrammierer sich in der Optimierung zwischenzeitlich daran orientieren, dass man gut in Google gefunden wird? Was war zuerst &#8211; Google oder die Suchmaschinenoptimierung? Was wäre Google wert, würden sich alle weigern, ihre Websites zu googletimieren? Und was passiert darüber hinaus?</p>
<p>Google bietet eine ganze Reihe von interessanten Diensten an. Maps ist ein gerne genutzter Dienst. Wer nach Landkarte fahren kann, braucht keinen Routenplaner und bekommt eine nach seinen Wünschen detailierte oder grobe Übersicht über sein Zielgebiet ( a propos &#8211; werden Atomkraftwerke eigentlich auch online vernebelt?) Gleichzeitig kann man sich die Satellitenansicht anschauen, wird gerne genutzt und man kann stundenlang so über die Welt surfen (statt Daily Soaps zu gucken zum Beispiel &#8211; oder sich um die Kinder zu kümmern, je nachdem halt). Wenn ich mir jetzt aber vorstelle, Google sammelt anderweitig Daten über mein Online-Nutzer-Verhalten, welche Nachrichten ich via Google-News lese (früher machte man das mit Paperball) und vielleicht noch, welche der von Ihnen eingesacannten Bücher ich angeschaut habe, welche Seiten ich mir sonst über Google angesehen habe &#8211; der Cursor springt bei Aufruf ja automatisch in die Suchzeile und ich sehe täglich in meinen Kursen, dass die wenigsten Menschen, selbst die mit Interneterfahrung, eine Adresse wie www.arbeitsagentur.de in die Browserzeile eingeben, sondern in die Google-Suchzeile, dann wird mir doch ein bißchen anders. Dann, könnte ich mir vorstellen, wäre Google in der Lage, jede meiner Bewegungen und Beweggründe nachzuvollziehen &#8211; inklusive eines Fotos meines Hauses, in dem ich wohne &#8211; denn irgendwo in Googles Speicher leigt ja doch das Originalfoto. Wenn ich dazu weiß, dass Google mit der NSA kooperiert, dann wird mir das ganze doch sehr unangenehm.</p>
<p>Es geht bei der Frage Street View nicht um die Frage, ob dieser Dienst gefährlich ist. Ob man in Hinterhöfe sehen kann, meinen Nachbarn im Rotlichmilieu, meine Nachbarin nackt auf der Liege, Fenster, Umfeld etc. Es geht nicht darum, dass auch <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog/allgemein/2010-08-14/pro-google-street-view" target="_blank">andere Daten online oder per Internet abrufba</a>r sind. Das springt zu kurz. Für mich geht es darum: möchte ich, dass alle diese Informationen bei einem privaten Konzern abrufbar sind. Ein privater Konzern, der in in finanzielle Schwierigkeiten kommen könnte. Dessen Mitarbeiter erpressbar sind. Der mit all diesen Daten, die eigentlich allen gehören, Geschäfte macht. Mit den <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-08/sich-selbst-hacken-google?page=all" target="_blank">Informationen</a>, wie ich mich in der virtuellen Realität bewege. Verbunden mit den Daten, was ich offline mache.</p>
<p>Menschen wie ich nutzen das Netz intensiv. Ich informiere mich über Dinge, die ich kaufen möchte, online. Treffe eine Vorauswahl. Schau mir Landkarten und Wege an. Drucke aus. Äußere mich politisch. Manchmal auch, gerade in Hinblick auf Militär, sehr kritisch. Aus all dem lässt sich etwas schließen, dass, würde sich unsere Gesellschaft aufgrund was weiß ich welcher Ereignisse weg von einer <span style="text-decoration: line-through;">pseudo</span>demokratischen zu einer diktatorischen, was mich und vielleicht auch mein Umfeld in Gefahr bringen könnte. Könnte. (wenn man sich erinnert, wie schnell GRÜNE bereit waren, die Friedenspolitk über den Haufen zuwerden und militaristische Sichtweisen äußern, dann weiß man, wie schnell sich Dinge ändern können). All diese Informationen, die mehr und mehr zusammenlaufen bei einem privaten Konzern.</p>
<p>Nicht Street View ist das Problem, ein schöner Dienst. Toll. Das Problem ist, dass es ein einziger Konzern ist, der all das heute anbietet. Oder kauft. Bzw. diese Dienste bei einem Dienst so stark genutzt werden, dass man durchaus von einem Monopol reden kann. Die Macht hat, wenn er will &#8211; und vielleicht einzelne Mitarbeiter wollen, Daten zu filtern, Ergebnisse zu verfälschen, so wie sie wollen. Völlig ohne Kontrolle. Ein Konzern, der im Rahmen von Street View nicht nur Fotos von Häusern macht, sonder parallel dazu &#8211; rein zufällig und ohne dass es irgendwer gemerkt haben will &#8211; die Daten aus WLANs gespeichert hat, die er kriegen konnte. Die Unmengen von Daten hat er über Jahre gespeichert und keiner hat es gemerkt. Wie glaubwürdig ist das denn? Und wenn so etwas schon nicht glaubwürdig ist &#8211; wie sollte ich einem solchen Laden vertrauen, dass er mit den von mir gespeicherten Daten sorgfältig umgeht,sie nicht verkauft, anderweitig wem auch immer zur Verfügung stellt?</p>
<p>Eigentlich seiner Macht bliebe uns nichts anderes übrig, <strong>als Google schnell einer demokratischen Kontrolle zu unterwerfen</strong>. Das scheint mir der einzige, sinnvolle Weg zu sein. Wenn ich mir allerdings anschaue, dass dies einer internationalen Vereinbarung bedürfte, dann, ja dann, weiß ich, dass dies mehr als illusorisch ist. Aber an der Notwendigkeit ändert das nichts.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joergrupp.de/887/die-welt-in-einem-konzern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Netzzugang ist BürgerInnenrecht</title>
		<link>http://www.joergrupp.de/771/netzzugang-ist-burgerinnenrecht/</link>
		<comments>http://www.joergrupp.de/771/netzzugang-ist-burgerinnenrecht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 May 2010 08:29:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik und Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[freier Zugang]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[JMSTV]]></category>
		<category><![CDATA[Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Zugangsgerechtigkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joergrupp.de/?p=771</guid>
		<description><![CDATA[Der BGH hat geurteilt: Wer Fremde zukünftig ohne Kontrolle ins Internet lässt, haftet für das, was diese dort treiben. Salopp gesagt. Das ist fatal. Denn damit sind  Freifunkprojekte in Gefahr &#8211; die oftmals Lücken in der Versorgung mit Zugang zum Breitbandnetz schließen können, die anders nicht zu schließen sind.
Das Problem liegt offenbar an der Anonymität. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;Datum=Aktuell&amp;Sort=12288&amp;nr=51934&amp;linked=pm&amp;Blank=1" target="_blank">BGH hat geurteilt</a>: Wer Fremde zukünftig ohne Kontrolle ins Internet lässt, haftet für das, was diese dort treiben. Salopp gesagt. Das ist fatal. Denn damit sind  <a href="http://start.freifunk.net/" target="_blank">Freifunkprojekte</a> in Gefahr &#8211; die oftmals Lücken in der Versorgung mit Zugang zum Breitbandnetz schließen können, die anders nicht zu schließen sind.</p>
<p>Das Problem liegt offenbar an der Anonymität. Dies ist ein gewichtiges Argument, denn wenn man pauschal die bspw. von der CDU immer wieder gewählte Floskel des &#8220;rechtsfreien Raums&#8221;, den es &#8220;nicht geben dürfe&#8221; wegwischt mit dem Argument, die Gesetze würden auch im Internet gelten. Das ist solange richtig, wie man <strong>im Bedarfsfall</strong> nachweisen kann, wer was tut im Netz. Wenn es Menschen gibt, die Handlungen im virtuellen Raum ausführen, die Gesetze brechen &#8211; abseits der Frage nach der Sinnhaftigkeit mancher Gesetze &#8211; so muss der/die TäterIn ausfindig zu machen sein. Wie im Real Life wie man so schön sagt. Nicht grundsätzlich im Voraus, also präventiv, sondern bei oder nach begangener Tat. Das heißt, über den Zugang muss nachvollziehbar sein, wer da grad online ist. Für mich zunächst mal nachvollziehbar. Im &#8220;richtigen Leben&#8221; macht man das ja genauso &#8211; zumindest bei uns: man kommt auf die Welt, wird registriert, in eine Datei aufgenommen und heutzutage bekommt ja schon mit der Geburt seine Steuer-ID &#8211; und ist im Fall der Fälle identifizierbar. Denn es besteht eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Personalausweis_(Deutschland)#Ger.C3.BCchte_und_Legenden" target="_blank">Ausweispflicht</a>, allerdings keine Mitführpflicht des Personalausweises. Und das wird in den unterschiedlichen Ländern <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ausweispflicht" target="_blank">unterschiedlich</a> gehandhabt.</p>
<p>Allerdings ist in meinen Augen der Zugang zum Internet via Breitband ein Grundrecht, dass der Staat notfalls erfüllen muss. Wo er es nicht schafft, ist Selbsthilfe notwendig und selbstverständlich &#8211; es gibt unzählbare private Initiativen, die die Arbeit des Staates da erledigen, wo er nicht kann oder will. Mein eigenes Projekt<a href="http://www.schulpakete.de" target="_blank"> Schulpakete</a> ist ein Beispiel dafür. Und ähnlich ist es mit Breitbandzugang. Abseits der von der Kanzlerin erkannten Problematik &#8220;Zugang in ländlichen Gebieten&#8221;, finden sich doch auch andere Hindernisse. Der profanste ist Geld. Es gibt Menschen, die können sich entweder einen Zugang nicht leisten oder bekommen keinen. Aber gerade die, die ihn dann am dringendsten benötigen, bekommen ihn nicht. Schlimmer noch, sie <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/job/gerichtsurteil-pc-ist-fuer-hartz-iv-empfaenger-nicht-notwendig-1565673.html" target="_blank">bekommen ihn auch nicht bezahlt</a>. Man mag in dem verlinkten Urteil mit Recht kritisieren, dass die Dame auch noch den EDV-Kurs wollte, aber PC und Netzzugang sollten dazu gehören, wenn man möchte, dass sie Gelegenheit hat, sich zu bewerben. Dass sie sich leichter tut, wenn sie frei darüber entscheiden kann, wann sie im Netz unterwegs ist und nach Stellen sucht. Weil Stellensuche auch Arbeit ist und man auch für den Frust, der mit dem Nichtfinden von passenden Stellen einhergeht, gewappnet sein muss und vielleicht auch gerne in aller Stille auf eine Absage hin &#8220;Scheiße&#8221; rufen möchte &#8211; in der Stadtbibiliothek schlicht unmöglich.</p>
<p>Das Internet und seine Nutzung stellt uns vor eine Reihe neuer Aufgaben. Sie mit den Regeln des Offline-Lebens zu beantworten ist schlicht naiv. Das fängt beim Jugendmedienstaatsvertrag an, wo man meint, man könne Webseiten zu bestimmten Uhrzeiten abschalten lassen, wo doch überall auf der Welt unterschiedliche Zeiten herrschen bis hin zu der Idee, man könne mit Stoppschildern den Zugriff auf Seiten einschränken. Es bedarf neuer Antworten. Selbstregulierung könnte die Lösung sein. Netzwerk&#8221;karten&#8221;, die eindeutig identifizierbar sein können &#8211; als eine Art Ausweis. Internetpolizei. Overheadaccounts. Die größte Herausforderung ist diejenige, freien Zugang zu gewähren ohne dabei aus den Augen zu verlieren, dass Anonymität so überhand nimmt, dass eine Strafverfolgung im Bedarfsfall nicht mehr möglich ist.  Bei allem Verständnis nach dem Wunsch und dem Bedarf der Anonymität. Aber an Anarchie als Staatsform glaube ich schon lange nicht mehr. Denn es gibt Menschen, die diese Anonymität ausnutzen. Die Balance zwischen dem Wunsch nach größtmöglicher Freiheit und bestmöglichem Schutz &#8211; sie Bedarf im Netz neuer Antworten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joergrupp.de/771/netzzugang-ist-burgerinnenrecht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>vom Kauf einer CD</title>
		<link>http://www.joergrupp.de/703/vom-kauf-einer-cd/</link>
		<comments>http://www.joergrupp.de/703/vom-kauf-einer-cd/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 19:06:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[GRÜNEs]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik und Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Daten-CD]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[STeuerhinterziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joergrupp.de/?p=703</guid>
		<description><![CDATA[Da sind sie wieder, die Daten-CDs. Gefürchtet und geliebt, je nach Standpunkt. Und, endlich gibt es eine Debatte darüber, ob sie gekauft werden soll(en).
Es geht um Millionen, wenn nicht Miliarden an Steuergeldern. Schwarz erarbeitet oder sonstwie am Fiskus vorbei geschafft. Und einbezahlt auf ein Schweizer (oder Lichtensteiener oder xyz) Nummernkonto. Das ist für die, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sind sie wieder, die Daten-CDs. Gefürchtet und geliebt, je nach Standpunkt. Und, endlich gibt es eine <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/steuersuender112.html" target="_blank">Debatte</a> darüber, ob sie gekauft werden soll(en).</p>
<p>Es geht um Millionen, wenn nicht Miliarden an Steuergeldern. Schwarz erarbeitet oder sonstwie am Fiskus vorbei geschafft. Und einbezahlt auf ein Schweizer (oder Lichtensteiener oder xyz) Nummernkonto. Das ist für die, die nicht wie Michael Schuhmacher und Konsorten ins Ausland ziehen wollen und sich so legal um ihre Steuerpflicht drücken. Dort liegt es jetzt. Sicher dahtn sie alle bisher. Doch das ist vorbei.</p>
<p>Seit Anfang 2008 das Haus des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Zumwinkel" target="_blank">Klaus Zumwinkel</a> durchsucht wurde, ist die Welt nicht mehr so wie war. Nun kommt man ran, an die verschobenen Steuermillionen.</p>
<p>Aber soll man das. Ist der &#8220;<a href="http://www.welt.de/themen/Datenklau/" target="_blank">Datenklau</a>&#8221; denn tatsächlich falsch? Oder muss man den Steuersündern endlich auf diese Art und Weise das Handwerk legen?</p>
<p>Ich bin da gespalten. Ein wenig. Einerseits sehe ich, dass schon die Ankündigung, diese CDs zu kaufen, zu einer waren <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,677826,00.html" target="_blank">Selbstanzeigenwelle</a> führt. Das ist interessant. Und selbstverständlich freut es den Steuerzahler, wenn diejnigen, die dem Staat an einem Tag mehr Steuern entziehen als ein unwilliger Hartz-IV-Empfänger in seinem ganzen (Nichtarbeits-)Leben (40 Jahre) als Stütze kassiert, nun anfangen zu schiwtzen und lieber nachzahlen. Häme. Bin ich ja in dem Fall auch nicht ganz frei von. Aber will ich in einem Staat leben, der so agiert? Selbst wenn es um die Erkenntnisse aus einem Gesetzesbruch geht? Und in dem wirkungsvolle Maßnahmen ausbleiben, zukünftig weitere Fälle von Steuerhinterziehung zu verhindern?</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,677872,00.html" target="_blank">Frankreich</a> macht es vor. Dort werden französische Unternehmen, die Geschäfte in den &#8220;Steuerparadiese genannten Ländern   machen, ab März deutlich stärker besteuert. Das hält noch niemanden davon ab, seine Schwarzgelder auf die Caymans zu überweisen &#8211; aber es ist ein Schritt. Bei uns dagegen werden die Steuern gesenkt &#8211; bzw. sollen es noch. In <a href="http://www.cl-netz.de/foren/cl.politik.allgemein/Steuerfahnder-Affaire-Hessen-62369.html" target="_blank">Hessen</a> werden erfolgreiche Steuerfahnder zuerst für verrückt erklärt und dann entlassen.</p>
<p>Und dann ist da mein zentraler Knackpunkt. Ich halte Datenschutz für ein Grundrecht. Jeder hat das Recht darauf, dass seine Daten geschützt sind. Auch Daten, die Auskunft über illegale Machenschaften. Für mich ist dieser Kauf wie eine Hausdurchsuchung in einem ganten Häuserblock. Denn wer sagt denn, dass sich auf der CD nur die schon vorsirtierten Daten von illegal ins Ausland geschafften Geldern ist. Und nicht auch Kontoinformationen, die ganz legal zustande gekommen sind. Soll es ja auch geben.</p>
<p>Insofern ist die Abwägung schwierig. Und bedarf der weiteren Diskussion. Ganz einig bn ich mir noch nicht. Zuerst dachte ich auch: Klar, kauft das Ding. Schnappt sie Euch, die Steuerhinterzieher, die fiesen. Zwischenzeitlich sehe ich das differenzierter. Grundsätzlich finde ich aber, dass es gar nicht zu dieser Situation kommen darf. Mehr Steuerfahnder. Mehr Kontrollen. Mehr Personal.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joergrupp.de/703/vom-kauf-einer-cd/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Herr Oehler geht</title>
		<link>http://www.joergrupp.de/168/herr-oehler-geht/</link>
		<comments>http://www.joergrupp.de/168/herr-oehler-geht/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 13:15:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Anti.AKW]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkreis 272]]></category>
		<category><![CDATA[Atomstrom]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Oehler]]></category>
		<category><![CDATA[Schönau]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtwerke Ettlingen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joergrupp.de/?p=168</guid>
		<description><![CDATA[Zum Jahresende verlässt Eberhard Oehler die Stadtwerke Ettlingen. Mal sehen, was nachkommt. Er steht sicherlich für eine Verwurzelung mit der Energiebranche, vor allem der EnBW und der Atomindustrie. Das soll hier kein Nachruf werden, er ist ja nicht gestorben. Er hat sicherlich große Verdienste für die Stadt Ettlingen im Bereich Erhalt der Bäder. Gleichzeitig war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Jahresende verlässt Eberhard Oehler die <a href="http://www.sw-ettlingen.de/" target="_blank">Stadtwerke Ettlingen</a>. Mal sehen, was nachkommt. Er steht sicherlich für eine Verwurzelung mit der Energiebranche, vor allem der EnBW und der Atomindustrie. Das soll hier kein Nachruf werden, er ist ja nicht gestorben. Er hat sicherlich große Verdienste für die Stadt Ettlingen im Bereich Erhalt der Bäder. Gleichzeitig war er Herr über einer der größten Neben (Schatten-)haushalte der Stadt.</p>
<p>Ich möchte aber gerne mal erzählen, womit ich Herrn Oehler verbinde. Da war einerseits eine 10-prozentige Gehaltserhöhung. <strong>Unerträglich</strong>. Da war die gewollte Beteiligung am Kohlekraftwerk Brunsbüttel. <strong>Ökologisch untragbar</strong> und führt seine Investitionswilligkeit ins Ettlinger Windrad, dass dann ja leider unter Mithilfe Ettlinger Grüner nicht kam, ad absurdum &#8211; ebenso wie der ganze Klateradatsch um &#8220;Ökostrom&#8221; von den Stadtwerken.</p>
<p>Vor allem verbinde ich Eberhard Oehler mit einem Telefongespräch &#8211; für das ich natürlich keine Aufzeichnung habe &#8211; das ich im Jahr 2001 mit ihm geführt habe. Anlass war ein Artikel im Ettlinger Amtsblatt aus meiner Feder. Ich beklagte unter der zugegeben provokanten Überschrift &#8220;Raubritter in Ettlingen&#8221; dass die Stadtwerke nicht wie andere Stadtwerke damals schneller ihren Kunden den Wechsel zu anderen Stromanbietern möglich machten, sondern bis zum letzten Tag warteten, den die Verbändevereinbarung möglich machte. Ich wollte damals so schnell wie möglich zu den <a href="http://www.ews-schoenau.de" target="_blank">Schönauern</a> wechseln, um dort richtigen Ökostrom zu beziehen und mit meinem Geld auch nicht länger mit die Atomindutrie zu finanzieren. Auf diesen Artikel hin rief mich Eberhard Oehler an. Wir tauschten Argumente aus, ich teilte ihm mit, dass ich am Ökostrom der Stadtwerke Ettlingen keinen Gefallen finden würde, da mir nicht nur der Nachweis zu intransparent war, sondern schlicht die Stadtwerke weiterhin Atomstrom bezögen und verkauften und ich daher nicht länger dort Kunde sein wollte. Danach wurde es abstrus. Zunächst meinte er, mich darauf hinweisen zu müssen, dass man, würden GRÜNE weiterhin so wie im Amtsblatt geschehen, argumentieren, man die Zusammenarbeit mit unseren Vertretern im Gemeinderat überdenken müsse &#8211; interesante Aussage in einer Demokratie. Nachdem ich darauf nicht einging &#8211; das müssen Sie entscheiden, Herr Oehler &#8211; meinte er, mich darüber informieren zu müssen, dass der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Gemeinderat weiterhin &#8220;normalen&#8221; (Atom-)Strom beziehe und zudem immer noch eine &#8220;alte Ölheizung&#8221; zum heizen verwenden würde.</p>
<p>So bleibt mir Herr Oehler in Erinnerung &#8211; als die Argumente ausgingen,  versuchte er eine Erpressung und als das nicht fruchtete, verwendete er die persönlichen Daten eines Kunden, um diese politisch zu missbrauchen. Daneben verblassen alle &#8220;Verdienste&#8221; um die Sanierung der Ettlinger Bäder &#8211; die trotz großer unverschatteter Dachflächen keine einzige Solarpaneele haben&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joergrupp.de/168/herr-oehler-geht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Datenschutz im Landratsamt</title>
		<link>http://www.joergrupp.de/7/datenschutz-im-landratsamt/</link>
		<comments>http://www.joergrupp.de/7/datenschutz-im-landratsamt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 18:07:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik und Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Landratsamt]]></category>
		<category><![CDATA[Verdi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://joerg.c-admin.de/?p=7</guid>
		<description><![CDATA[Ein klarer Fall von Rechtsbruch - meiner Meinung nach.  Oder wie es Jürgen Ziegler, Generalsekretät von VERDI sagt: "Eine Schweinerei".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der erstaunte BLOGschreiber konnte den<a title="Bericht bei ka-news" href="http://www.ka-news.de/nachrichten/karlsruhe/Karlsruhe-Mitarbeiterueberwachung-Landratsamt-Karlsruhe;art86,148037" target="_blank"> Medien</a> entnehmen dass, nach der Mitarbeiterüberwachung bei LIDL, der Bahn, &#8230;, der Stadt Stuttgart nun auch das Landratsamt Karlsruhe betroffen war &#8211; und ist. <a href="http://www.ka-news.de/nachrichten/karlsruhe/Karlsruhe-Mitarbeiterueberwachung-Landratsamt-Karlsruhe;art86,148037">.<br />
</a>Nun mag man ja argumentieren, wie dass das Landratsamt tut, dass man lediglich den Ausgang auf Konten überprüft habe und man ja keine Kontenbewegungen gecheckt habe &#8211; was man ja nicht dürfe (das darf nur das Finanzamt!, d. Red.)<br />
Aber ist das der Punkt in diesem unglaublichen Vorgang? Ich sage nein. Der Punkt ist, dass man rund 1500 Mitarbeiter wegen der Verfehlung eines einzelnen Täters unter Generalverdacht stellt und sämtliche Mitarbeiterkonten &#8211; auf die deren Gehalt überwiesen wird &#8211; mit den Auszahlungskonten für Sozialgelder/Sozialhilfe/Hartz abgleicht. Wir wissen nicht so recht, was dabei heraus kam &#8211; wir wissen nur, dass sich der Verdacht nicht bestätigt hat. Gut, kann man sagen, super &#8211; damit sind doch aber alle fein raus, nix passiert. Falsch, sage ich. Der Arbeitgeber hat gegenüber seinen Mitarbeitern eine Fürsorgepflicht. Eine Revisionsabteilung, die völlig losgelöst einfach mal so 1500 Mitarbeiterkonten überprüft, handelt völlig verantwortungslos, vor allem, wenn sie noch angeblich nicht den Landrat und sicher nicht den Personalrat informiert. Und Ermittlungen sollte es nur bei konkretem Anfangsverdacht geben. Den gab es hier nicht. Ein klarer Fall von Rechtsbruch &#8211; meiner Meinung nach.  Oder wie es Jürgen Ziegler, Generalsekretät von VERDI sagt: &#8220;Eine Schweinerei&#8221;. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Wer diesen Vorgang verharmlost, macht sich mitschuldig an der permanent schleichenden Aushöhlung des Datenschutzes.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joergrupp.de/7/datenschutz-im-landratsamt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
